KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

SCRABBLE

„Das hat mich etwas verwundert“

vom 19. Oktober

Als jahrzehntelange Abonnentin habe ich mich inzwischen an immer häufiger werdende Rechtschreib- oder Druckfehler gewöhnt. Dass nun aber auch abenteuerliche Wortschöpfungen gedruckt werden, reizt mich zu dieser Nachricht: „Doch galt Sperenberg als zu teuer bei der verkehrlichen Anbindung“!

Was soll das denn? Wie wäre es mit dem einfachen Begriff „Verkehrsanbindung“. Oder gilt bei Redakteuren ein Wettbewerb für Wort-Neuschöpfungen?

Elke Mentzel, Berlin-Konradshöhe

ZITIERGEBOT

„Schavan hat Freud nicht gelesen“

vom 22. Oktober

Ziel einer Dissertation ist, eine wissenschaftliche Fragestellung vertieft zu bearbeiten und einen neuen, eigenen

Beitrag für die Wissenschaft zu liefern. Hierzu gehört bei der Ausarbeitung als Grundvoraussetzung ein exaktes Zitieren der Quellen, überdies auch bei der Verwendung von Sekundärliteratur!

Falls dies bei einer 32 Jahre alten Dissertation nicht korrekt geschehen sein sollte, bedarf dies der gründlichen Überprüfung. Die Bemerkung hierzu, dass ein Totschlag nach 20 Jahren verjährt, ist hingegen im wahrsten Sinne des Wortes ein Totschlag-Argument. Bereits während meines Jurastudiums galt schon für Hausarbeiten ein striktes Zitiergebot, wie in den von Ulrich von Lübtow herausgegebenen „Richtlinien für die Anfertigung von Übungs- und Prüfungsarbeiten ...“.

Das Gleiche dürfte für die Anfertigung einer Dissertation erst recht gelten!

Dieter Peschke, Berlin-Lankwitz

NOTSTAND

„Kleiner Liebesbrief“ vom 23. Oktober

Die Befürchtung, dass Ihr Finanzamt, Herr Matthies, gar nicht mehr da ist, ist leider nicht ganz unbegründet. Da ja bekanntlich über 600 Stellen bei den Berliner Finanzämtern fehlen (gegenüber der eigenen Berechnung der Senatsfinanzverwaltung), sind ja schon zwei Finanzämter nicht mehr vorhanden. Da darf es dann bitte auch nicht überraschen, wenn die Erstattungen länger brauchen. Das gilt natürlich auch für alle Berliner Unternehmer, es geht gelegentlich ja auch um sehr viel Geld. Leider nimmt sich der Tagesspiegel dieses abenteuerlichen Zustands trotz vielfacher Kritik von ver.di und der Personalräte nicht an. Es ist aber nie zu spät. Dann geht es zukünftig wieder schneller und dann freuen sich auch die LeserInnen!

Eric Lausch, Berlin-Reinickendorf

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