KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

SCHADE

„Gärten und Heroen“ vom 20. November

Mit einigem Vergnügen las ich den Artikel der Frau Herbold. Ich kann mir gut vorstellen, wie die Detaillisten der ehrenwerten Kleist-Gesellschaft die „unglaublichen“ formalen Mängel der Kleist-Ausgabe zur Kenntnis nahmen, wissen wir doch von Frau Marthe um den historischen Verlust eines „mutwillig“ zerstörten Kunstwerks.

Hans Reppekus, Berlin-Waidmannslust

SAUEREI

„Polizei bekommt einen Chef – falls keiner klagt“ vom 20. November

Ich hoffe, dass ich nicht die Einzige bin, die den Affront, den der Ausgang des an sich schon indiskutabel durchgeführten Bewerbungsverfahrens für Frau Koppers bedeutet, mit einem starken Ausdruck belegt, eben „Sauerei“ - eine, die, wie die Erfahrung lehrt, jedoch gang und gäbe ist, wenn Männer an Männer Posten vergeben. Eine kompetente Frau hat über eine längere Zeit lobenswert die Geschäfte geführt, nach allem, was bekannt ist, im Bewerbungsverfahren genauso gut ausgesehen wie der dann erwählte Kandidat – und wird übergangen. Was offenbar nicht zählt: Die Bewährung auf ebendem Posten, der besetzt werden soll. Denn dieser Faktor hätte wohl alles in allem dafür sorgen müssen, dass sie als „besser“ bewertet wird.

Ich hoffe, dass Frau Koppers die

Konsequenzen zieht und bald einen Ort

findet, an dem ihre Kompetenz so gewürdigt wird, wie sie es verdient.

Schade für Berlin!

Nicht zuletzt: Mag Herr Kandt auch ein guter Polizeipräsident werden, dieses Verfahren hat auch ihn beschädigt.

Silvia Twardawa-Lüth,

Berlin-Wilmersdorf

ZYNISCH

„Leck in der Coladose“ vom 20. November

Und wessen Aufsichtspflicht unterliegen blinde oder sehbehinderte Menschen? Dass ich – selbst blind – noch nicht aus dem Zug gefallen bin, ist sicher mein Glück. „Unfälle seien nicht bekannt“, so das Eisenbahn-Bundesamt (EBA). Das ist zynisch und falsch.

Wir mussten schon vor Jahren mehrere Monate auf einen hochgradig sehbehinderten Mitarbeiter verzichten, nachdem der, nur weil der Zug am ungewohnten Bahnsteig eingelaufen war, ins Gleisbett gestürzt war; „... und ein- und ausgestiegen werden dürfe nur an Bahnhöfen, also logischerweise auf der Bahnsteigseite“. Logisch? Bahnhof ist Bahnhof und Bahnsteig ist Bahnsteig. Logisch ist, dass sich Türen nur auf der Bahnsteigseite öffnen lassen. Da braucht es keine verquasten Vorschriften und Behördendarstellungen. Eine eindeutige Regelung wäre ausreichend. Das geht auch in leichter Sprache. EBA, versuch’s doch mal, und tu’ es schnell!

Manfred Scharbach,

Berlin-Marienfelde

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