KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

EIN LICHTLEIN BRENNT

„Budenzauber“ vom 21. November

Den Menschen heute Etymologie und Bedeutung des Wortes „Advent“ zu erklären, wäre meist vergebliche Müh’. Aber das Jahr braucht Einteilungen, die nicht allein der Verkauf und der Konsum liefern dürfen. Dass der Regierende Bürgermeister das „Weihnachtslicht“ Unter den Linden vor dem Totensonntag angeknipst hat, erstaunt mich nicht.

Udo Borck, Berlin-Schöneberg

GELD IST ZEIT

„Tempo auf den letzten Metern“

vom 25. November

Geld ist der Schlüssel zum Antrieb. Eine Million Euro extra für die Baufirmen und schon kann die Autobahn nicht drei, nicht sechs, nein, satte zwölf Monate früher als geplant eröffnet werden. Für mich stellt sich die Frage, wie so etwas möglich ist. Wie kann das Arbeitstempo durch finanziellen Anreiz so stark erhöht werden?

Oder anders gefragt: Ist die Normalgeschwindigkeit also besonders niedrig (dafür aber besser und genauer)? Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Fragezeichen tun sich da bei mir auf. Im Übrigen sind eine Million Euro ja auch nicht gerade üppig im Verhältnis zu den Gesamtkosten, hätte man das vielleicht gleich einkalkulieren können?

Heiner Kirch, Berlin-Steglitz

KÄSEKRAINER

„Wahre Wiener“ vom 25. November

Das Endstück vom Brot heißt nicht nur „Scherzl“, sondern z. B. auch „Bugl“. Der „scharfe Senf“ an Wiener Würstelbuden ist nicht wirklich scharf, sondern nur nicht süß – Käsekrainer lassen sich (daheim) auch gut in Wasser erhitzen – nicht kochen, dann platzen sie selten, der Käse tritt nicht aus.

Dass es immer weniger Würstelbuden in Wien gibt, liegt vielleicht auch daran, dass die Würstl zwar meist größer sind als an Berliner Wurstständen, aber die Würstlpreise in Wien sind auch unverschämt hoch (Käsekrainer meist 3,50 bis gelegentlich 3,90 Euro). Ich empfehle: „Würstl-Mausi“ am Urban-Loritz-Platz.

Heinz Plehn, 10555 Berlin-Moabit

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