KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

EUROPA DER VATERLÄNDER

Berichterstattung Elysée-Vertrag

Zum Jubiläum des Elysée-Vertrags habe ich keine einzige Stimme gehört, die daran erinnert hat, dass de Gaulle und Adenauer ein Europa der Vaterländer anstrebten, keinen Einheitsstaat. Ein Europa der Bürokraten, wie wir es heute haben, wäre ihnen ein Gräuel. Ein Europa der Vaterländer wäre angemessener und würde harmonischer und erfolgreicher sein als ein bürokratischer, zusammengewürgter, sich zerreibender, identitätsloser Einheitsstaat. Vor allem würde es die Europäer glücklicher machen. Der Friedensnobelpreis gebührte nicht den heutigen, sondern den damaligen Politikern.

Dierk Lübbers, Münster

INFORMATIV UND BERÜHREND

„Nachruf Manfred Praeker“ vom 18. Januar

Vielen Dank an H. P. Daniels für den informativen und einfühlsamen Nachruf auf Manfred „Manne“ Praeker. Als jemand, der nicht nur Mannes Arbeit mit der Nina Hagen Band, sondern auch mit Spliff sowie der leider erfolglos gebliebenen Nachfolgeband Froon sehr schätzte, waren H. P.s Zeilen informativ und berührend. Auch die Konzertkritiken von H. P. lese ich gerne, weil man beim Lesen fast immer das Gefühl hat, dabei gewesen zu sein, so, wie er durch seine Worte Musik und Atmosphäre bei den Konzerten lebendig werden lässt.

Schön, dass der Tagesspiegel hier mit einem kompetenten Rockkritiker aufwarten kann.

Olaf Worzalla, Berlin-Steglitz

EIMERTIEFER FRUST

Berichterstattung Frankreichs Präsident zu Besuch in Berlin

Der Flughafen fliegt nicht, die Bahnen fahren nicht, Autos wühlen sich durch eimertiefe Schlaglöcher über ungeräumte Straßen, zwischen ihnen stauen sich Busse, „rote Welle“, Tempo-30-

Zonen allüberall. Berlin ist wirklich eine Fahrradstadt. Auf löchrigen, von Schnee und Eis ungeräumten Fahrradwegen. Und wenn obendrein Hollande die Bundeshauptstadt besucht, wird es unerträglich: Denn die Polizei hatte mit einem steuerfinanzierten Personalaufwand von vielen hundert Kräften zahlreiche Straßen zu sperren. Nur zu gerne wüsste ich, wie viele Berliner zu spät zur Schule, zur Arbeit kamen, zum Arzt oder ins Krankenhaus.

Michael Deike, Berlin-Frohnau

KOMPLIMENT

„Ich wollte niemanden beleidigen“

vom 23. Januar

Welch ein Aufschrei unter Frauen,

wegen Blaszkiewitzes Zahl.

Darüber sich zu erregen,

ist doch eher sehr banal.

Was genau ist denn geschehen?

Wer den Code des Lebens kennt,

sieht in dieser Nummerierung

ein tierisch gutes Kompliment!

Irmgard-Helene Thelke, Berlin

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