KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

KEIN BENEHMEN

Berichterstattung zum Fall Brüderle

Muss die ganze Sache wirklich so grundsätzlich aufgearbeitet, aufgebauscht und aufgeregt diskutiert werden? Die Irreführung fängt doch schon bei der Begrifflichkeit an: „Herrenwitz“. Offensichtlich und ganz banal scheint es doch so zu sein, dass Herr Brüderle sich schlicht nicht so wie ein Herr benommen hat.

Für einen sich bürgerlich gebenden Politiker einer sich bürgerlich gebenden Partei sollte das zu Recht Vorwurf genug sein. Es ist doch erstaunlich festzustellen, dass in der gegenwärtigen Aufgeregtheit besonders diejenigen den Ton vorzugeben scheinen, die in anderen Zusammenhängen bürgerliche Tugenden wie schlichtes gutes Benehmen nur zu gerne diskreditieren.

Da bleibt denjenigen dann wohl keine andere ideologische Wahl, als die Stilfrage zu einem genderpolitischen Monstrum aufzublasen.

Dr. Hans Joachim Berg,

Berlin-Lankwitz

DIE WILLKÜR DER ANDEREN

„Verfassungsschutz beobachtet nur noch extreme Linke“ vom 23. Januar

Dass Abgeordnete des Deutschen Bundestages vom Verfassungsschutz, einer nachgeordneten Stelle der obersten Exekutive, geheimdienstlich beobachtet werden, ohne dass hierfür die rechtlichen Rahmenbedingungen genau festgelegt sind, ist mit rechtsstaatlichen Grundsätzen meines Erachtens auf keinen Fall vereinbar. Dieser Zustand wird aber besonders dann unerträglich, wenn das Bundesamt für Verfassungsschutz offensichtlich autonom den Kreis der geheimdienstlich zu beobachtenden Personen verändern, also verkleinern oder vergrößern kann.

Detlef Hübener, Berlin-Frohnau

EIN ESEL LESE NIE

„Wörter sind Waffen“ vom 19. Januar

Wer findet denn nun eine politisch korrekte Form des beliebten Palindroms „Ein N***r mit Gazelle zagt im Regen nie“?

Manfred Zschiedrich, Berlin-Westend

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