KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

HOLPERNDE WORTE

„Berichterstattung Inklusion“

Aus eigener Erfahrung, ich war mal ein stotterndes Kind, war die Sprachheilschule ein Segen. Nach sechs Jahren auf einer normalen Grundschule, auf der ich gehänselt und ausgelacht wurde, fühlte ich mich wie im Paradies. Dort lachte niemand mehr, und ich traute mich, im Unterricht etwas zu sagen. Außerdem gab es Sprachheiltherapie.

Jahrelang war ich im Unterricht verstummt, was man meinen Zensuren auch ansah, und mein Selbstbewusstsein auf dem Nullpunkt. In der Umgebung der Sprachheilschule blühte ich regelrecht auf und wurde Klassenbeste.

Deshalb bin ich dafür, die Sprachheilschulen zu erhalten, um anderen Kindern das Elend des Ausgelachtwerdens zu ersparen.

Ilona Meyer, Berlin

HIMMELSSPEKTAKEL

„Schramme am Himmel“ vom 15. Februar

In Bezug zur Physik oder Geometrie ist Herrn Schümann beim Asteroiden ein Versehen unterlaufen. Zur Veranschaulichung des kleinsten Abstands des Passanten von der Erdoberfläche, nämlich 27 500 km, benutzen Sie den Erdumfang von ca. 40 000 km.

Worauf Sie hinauswollen, ist ja, wie viele gleich große Erden noch zwischen unsere und den Asteroiden passen

würden. Dazu müssen Sie aber den

Erddurchmesser heranziehen, der sich bekanntlich durch Division des Erdumfangs durch Pi, volkstümlich 3,14, berechnen lässt. Das ergibt ca. 12 730 km und das heißt, dass zwischen Erde und Asteroid noch ganz kommod zwei Erden gepasst hätten, statt Ihrer ca. Zweidrittel.

Klaus-D. Graf, Berlin-Nikolassee

KLEINER FLIEGER – GROSSES CHAOS

Zum BER

Wieder einmal beweist Berlin, dass es lieber kleinkariertes Großdorf bleiben möchte, als anerkannte Weltstadt zu werden. Eine Startbahn in Schönefeld ist blockiert, eine zweite Bahn daneben ist einsatzbereit, darf aber nicht in Betrieb genommen werden. Die Genehmigung fehlt. Man könnte sie bekommen, aber dann muss zwangsläufig Tegel nach sechs Monaten stillgelegt werden, damit der Planfeststellungsbeschluss eingehalten wird. Andernfalls sitzen diverse Bürgerinitiativen wieder am längeren Hebel, die am liebsten den Flugverkehr in Schönefeld und Tegel stilllegen und Tempelhof als idealen innerstädtischen Flughafen durch Bebauung unbrauchbar machen möchten. Man kann bezweifeln, ob leidgeprüfte Passagiere auf Dauer die Folgen unfähiger Politik klaglos hinnehmen.

Hans-Günter Müller, Berlin

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