KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

VERSPONNEN

„Tierische Wohnkultur“ vom 3. März

Der Beitrag fordert vehement meinen Widerspruch bzw. eine Richtigstellung heraus: Sie reihen die Falltürspinne, also die Spinnen, bei den Insekten ein. Bereits meine Grundschüler können erkennen, dass ein sicheres Zeichen aller Insekten die Anzahl ihrer Beine, sechs ist. Spinnen haben aber acht Beine, wie auch auf dem Foto des Beitrags eindeutig zu sehen ist.

Nichts für ungut, aber ich finde diesen grundlegenden Fehler im Rahmen einer solchen Serie, die ja wohl einen wissenserweiternden Anspruch haben soll, schon ein bissel peinlich.

Thomas Krause, Berlin-Heiligensee

ZEITLÄUFTE

Zur "Nachrufe"-Seite

Jeden Freitag warte ich mit gesteigertem Interesse auf die Nachrufe. In diesen Berichten – in denen das Übliche und Gewöhnliche eines normalen Lebens kaum vorkommt – ist es ja das Besondere der Lebensart des Verstorbenen, welches uns Leser nicht nur neugierig macht, sondern oftmals sogar fasziniert. Man erkennt, wie verschiedenartig die kürzlich Dahingeschiedenen ihr Leben gestalteten, bzw. wie es durch innere und äußere Einflüsse dennoch verlief.

Keinesfalls vergessen möchte ich die stets wechselnden, sehr eindrucksvollen Friedhofsbilder, die den Leser in entsprechende Stimmung durchaus versetzen können. Ich bin dankbar für die Vielfalt an Gedanken, die mir wöchentlich durch diese Nachrufe geboten wird. Sind diese Beiträge nicht auch eine gute Möglichkeit, anhand der aufgezeigten Umwege und Klippen sein eigenes Leben besser auszurichten?

Horst G. Degner, Berlin-Grunewald

NOCH NICHT PERFEKT

„Die allererste Lüge“ vom 4. März

Richtig ist, dass die EU-Öko-VO Teilbetriebsumstellungen erlaubt. Dagegen wenden sich deutsche Öko-Verbände seit Jahren. Falsch ist aber, dass ein Betrieb von einer Tierart konventionelle und Bio-Tiere halten dürfte. Das ist verboten.

Falsch ist die Aussage, dass ein Himbeerquark, der auslobt, Früchte aus biologischem Anbau zu enthalten, im Übrigen aus konventionellen Zutaten bestehen könnte. Richtig ist, dass ein Bio-Produkt in jedem Falle mindestens 95 Prozent Bio-Zutaten enthalten muss.

Bio-Tiere müssen in jedem Falle Zugang zum Auslauf haben, und im Stall teilen sich sechs Legehühner einen Quadratmeter. Das ist doppelt so viel Platz wie in konventionellen Käfigen. Dazu kommt noch ein großzügiger Auslauf. Das Kürzen von Schnäbeln ist bei jeglicher Bio-Haltung verboten, ebenso Gentechnik im Futter, das gilt nicht nur bei einem Verband. Große Vorzüge hat der Öko-Landbau beim Gewässerschutz und beim Erhalt der Artenvielfalt.

Das deutsche Bio-Siegel und das EU-

Bio-Zeichen wurden gestalterisch falsch zugeordnet. Die Autoren behaupten, dass italienische Betrugsware 2011 zehn Prozent der gesamten italienischen Bio-

Ware ausgemacht hätte. Nach unserer Einschätzung ist der Anteil deutlich geringer.

Mein Fazit: Der Öko-Landbau ist nicht perfekt, aber besser als die herkömmliche Landwirtschaft ist er allemal.

Peter Röhrig,

Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft,

Berlin-Mitte

0 Kommentare

Neuester Kommentar