KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

EHRENBÜRGER NUMMER SECHS

„Die Gas-Metropole“ vom 21. März

Den informativen Artikel möchte ich ergänzen: Die für die öffentliche Ordnung zuständige preußische Polizei war an einer besseren Beleuchtung der Straßen und Plätze als durch Öllampen interessiert. Trotz erheblichen Widerstandes in der Öffentlichkeit unterschrieb der zuständige preußische Innenminister Friedrich von Schuckmann am 21. April 1825 einen Vertrag mit der englischen Imperial-Continental-Gas-Association, abgekürzt I.C.G.A., über die Gasversorgung Berlins. Bereits im folgenden Jahr gab es Gasbeleuchtung auf der Straße „Unter den Linden“. Der Innenminister von Schuckmann wurde 1829 zum Ehrenbürger (Nr. 6) Berlins ernannt und 1834 in den Freiherrnstand erhoben.

Prof. Hans-Joachim von Schuckmann, Vorsitzender d. Familienverbandes

von Schuckmann e. V., Berlin-Wilmersdorf

BEISPIEL HONGKONG

„Nur Gewinner“ vom 21. März

Ihrem Kommentar zur Ausschreibung bei der Berliner S-Bahn kann ich nur zustimmen. Der Senat sollte die Konzession gleich nach Hongkong vergeben. Wer einmal dort mit der U-Bahn gefahren ist, wird schnell zweierlei festgestellt haben: Das Tarifsystem ist so gut, dass jeder ohne Probleme nur für die Strecke zahlt, die er wirklich fährt. Der Berliner Anachronismus, dass ich für zehn Minuten Bahnfahrt bei mehr als drei Stationen genau so viel bezahlen muss wie jemand, der zwei Stunden durch Berlin fährt, hätte dann ein Ende. Das gesamte System (Bahnhöfe, Züge usw.) ist blitzsauber, weil es drakonische Strafen bei Beschädigungen gibt und die auch durchgesetzt werden. Dasselbe gilt für Schwarzfahren.

Günther Schubert,

Berlin-Prenzlauer Berg

OPFER IM KRIEG UND IM FRIEDEN

„Die Nazis sind immer die anderen“

vom 22. März

Die „Helden“ der Fernsehserie „Unsere Mütter, unsere Väter“ sind junge Menschen, die 1933 als Kinder noch nicht wählen konnten, im Dritten Reich geformt und von 1939-45 von Hitler mit seiner Verbrecherclique verheizt wurden. Die Übriggebliebenen waren meist körperliche oder seelische Krüppel, saßen jahrelang in Gefangenenlagern und räumten Trümmer. Ich habe das Elend noch als Kind (geb. 1939) mitbekommen.

Gerade dieser Generation gönnten Leute wie der Vorsitzende der Jungen Union Philipp Mißfelder, geb. 1979, vor einigen Jahren aber aus Kostengründen keinen Hüftgelenkersatz. Diese Jahrgänge sollten mehr Gerechtigkeit erfahren, indem man sie auch als Opfer sieht.

Prof. Dr. Dieter Böning,

Berlin-Lichterfelde

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