KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

GRÜNE KNÖLLCHEN

„Bitte Münzen einwerfen“ vom 28.März

In der Opposition als Tiger gesprungen, in der Innenverwaltung als Bettvorleger gelandet! Innensenator Henkel hatte mehr als ein Jahr Zeit, dieses Problem unbürokratisch zu lösen. Das Ergebnis: Parkgebühren für Polizeieinsatzfahrten – die Welt lacht sich tot über Berlin. Man kann nur hoffen, dass sich die Polizisten weigern, diesen Unsinn mitzumachen. Sollen doch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes künftig Knöllchen wegen Parkverstößen der Polizeibeschäftigten schreiben. Es dürfte wohl nicht schwer fallen, Bußgeldzahlungen zu verweigern, um anschließend mittels Rechtsschutz der Gewerkschaft diese Ordnungswidrigkeiten vor Gericht zu bringen. Ich denke, es gibt in dieser Stadt noch unabhängige Richter, die derartigen Blödsinn zu Fall bringen werden.

Werner Thronicker, Berlin-Lichterfelde

Da ihre von mir geschätzte und abonnierte Zeitung am 1.04.2013 nicht erschienen ist, kann ich ihren Versuch, den Aprilscherz ein paar Tage vorzuziehen durchaus verstehen. Allerdings warte ich seit einigen Tagen auf die noch ausstehende Enthüllung, dass die Meldung über die Parkgebührenpflicht für Polizisten der „natürlich offensichtliche“ Aprilscherz war.

Oder wollen Sie uns wirklich erzählen, dass auf den Ortsrandsschildern jetzt Schilda steht und dass unser Innensenator nicht mehr alle Henkel an der Tasse hat? Eines meiner Familienmitglieder, ein Polizist!, ist nach meiner Nachfrage vom Hocker gefallen.

Raimund Karbowiak, Berlin

DER KLUGE MANN SORGT VOR

„Vergraben Sie Ihr Geld!“ vom 24. März

Harald Martenstein packt ein Thema an, das nicht mehr wirklich lustig ist. Zutreffend weist er darauf hin, dass man mit Einführung der Riesterrente durch einen Abschlag bei der gesetzlichen Rente den Versicherten (das x-te Mal) in die Tasche gegriffen hat. Auch bei Direktversicherungen und anderen privaten Zusatzversorgungen wird bei Fälligwerden durch Heranziehung zur Krankenversicherung mit 15,5 Prozent nachträglich in bestehende Verträge eingegriffen, auch wenn die Rücklagen früher aus nicht beitragspflichtigen Einkommensteilen gebildet wurden. Beim Bürger kann man das ja machen – meinen große Parteien wie die SPD. Der von ihm zitierte Satz des Sozialverbands VdK: „Die Politik hat das Vertrauen der zukünftigen Rentner in die sozialen Sicherungssysteme verspielt“ sollte wohl ernst genommen werden. Es scheint immer weniger klug zu sein, für das Alter vorzusorgen. Carpe Diem – pflücke den Tag!

Bernhard Gniewkowski,

Berlin-Spandau

LÄRM IST EIN SCHADSTOFF

„Infraschall – das Brummen, das keiner hört“ vom 26. März

Es ist erstaunlich, wie eine Wissenschaftsjournalistin vielen Betroffenen von hörbarem und nicht hörbarem Lärm (Infraschall) der Windkraftanlagen unterstellt, Hypochonder zu sein.

Lärm ist ein Schadstoff, ob man ihn hört oder nicht. Frau Schlütter wohnt in der Pappelallee im Prenzlauer Berg und ist dort dem mal lauten und mal weniger lauten Straßenlärm ausgesetzt. Ich habe dort viele Jahre um die Ecke gewohnt und weiß, dass es kein Vergleich zu den Geräuschen eines Windparks ist.

Welche Messmethoden des Infraschalls hat die Autorin präferiert? Die sind sehr unterschiedlich in Anwendung und Ergebnis.

Zu welchen Ergebnissen kommt sie bei Wirkung von Infraschall auf Kinder, denen man nicht so leicht eingebildete Wirkungen unterstellen kann, an denen andererseits aber Schäden an Bronchien und Lunge als Folge festgestellt wurden? Besser wäre, Frau Schlütter zieht für einige Wochen auf die Nauener Platte – im Abstand von 800 Metern zu Windkraftanlagen – bevor sie sich wieder ironisch über die Verzweiflung der Geschädigten auslässt. Wer hat ihren Beitrag eigentlich in Auftrag gegeben? Der Tagesspiegel oder der Bundesverband der Windenergie?

Waltraud Plarre, Kloster Lehnin

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