KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

DER SPALTPILZ

„Merkels Alternative“ vom 14. April

Unsere Politiker retten so lange eine längst verlorene Sache, bis alles in Scherben liegt. Den Schaden dürfen wir und unsere Nachkommen bezahlen. Wer den Schwur ernst nimmt, „das Wohl des deutschen Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden“, wird kalt gestellt.

Der Euro, der Europa nach Helmut Kohls Willen unumkehrbar einigen sollte, hat sich als gefährlicher Spaltpilz erwiesen. Wir Deutschen werden zum beliebten Feindbild in Südeuropa: Geben wir nichts, sind wir Nazis, geben wir etwas, sind wir es auch, weil wir zu wenig geben.

Helmut Richter, Berlin-Wilmersdorf

ZEICHEN VON MISSTRAUEN

„Transparenz in Frankreich“ vom 16. April

Der Beitrag betont, wie viel Vermögen die Ministerin besitzt, wie es sich spaltet, woher es kommt. Schützt Transparenz wirklich vor Ministern, die Steuern mithilfe von ausländischen Konten hinterziehen? Oder stillt man eher die Neugier der Menschen, die nicht zwischen öffentlichem Leben und der Person des öffentlichen Lebens unterscheiden können? Der Fall Cahuzacs entsetzte die Franzosen. Doch reicht dies als Grund, um alle Minister unter Generalverdacht zu stellen? Die versprochene Transparenz ist ein Zeichen von Misstrauen, das Hollande gegenüber seinem Kabinett hegt. Weder der Fall Cazuhacs noch Hollandes Angst rechtfertigen, dass Politiker ihre Privatsphäre weiter beschränken müssen. Denn ein schwarzes Schaf macht die Herde nicht schlecht.Nils Weinberg, Berlin-Lichtenrade

SATTELSTÜRMER

„Die Ampelmännchen“ vom 17. April

Verkehrskontrollen bei Radfahrern werden viel zu selten durchgeführt. Eine logische Folge von Regelverstößen ist nun mal der Einzug von Bußgeldern, denn freundliche Verwarnungen sind in den meisten Fällen spätestens an der nächsten Kreuzung längst wieder vergessen. Hier ist die erwähnte „Null-ToleranzMentalität“ mehr als angebracht, egal, zu welcher Jahreszeit!

Am meisten ärgern mich die Radfahrer, die in unserem Bezirk rücksichtslos in der falschen Richtung auf dem Radweg fahren, an Bushaltestellen eine Rallye veranstalten oder mit ungebremstem Tempo die Fußgängerunterführung der S-Bahn nutzen. Die Steigerung ist dann ein am Lenker angeleinter Vierbeiner zum Zwecke des „Gassi-Gehens“. Auch Radfahrer, die regelmäßig die Straße nutzen, obwohl ein Radweg vorhanden, sind kein seltenes Bild. Bei Kopfsteinpflaster und nicht vorhandenen Radwegen ist auch die Nutzung des Gehweges keine Ausnahme.

Andrea Klose, Berlin-Zehlendorf

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