KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

NACHTFLUGGEGNER

„Nachtfluggegner wollen IHK verlassen“ vom 4. Mai

Neben aktiver Mitarbeit und Fördermitgliedschaft sind Drohungen mit sowie Vollzug von Beitragsverweigerungen, Kündigung und Austritt bis hin zur Gründung und Führung konkurrierender Vereinigungen in einem Rechtsstaat legale und legitime Mittel, die Tätigkeiten von Vereinigungen zu steuern.

Warum machen die Nachtfluggegner nicht einfach von ihren Rechten nach Artikel 9 Grundgesetz Gebrauch und gründen selbst eine Industrie- und Handelskammer auf dem Boden unseres Grundgesetzes mit freiwilliger Mitgliedschaft und demokratischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen, ohne die Diktatur durch eine weder demokratisch noch mehrheitlich „gewählte“ Clique von Vertretern größerer Unternehmen, die ohnehin in fast allen berufsständischen Vereinigungen überrepräsentiert sind?

Christoph Höll, Berlin-Marzahn

LEERES VERSPRECHEN

„Heilmann erschreckt die CDU“ vom 3. Mai

Herr Heilmann ist Realist. Er weiß, dass seine Partei ihr Versprechen, sich um die Angleichung der Berliner Beamtengehälter, die seit ca. zehn Jahren um bis zu zehn Prozent niedriger sind als im übrigen Bundesgebiet, zu kümmern, nicht eingelöst hat und daher nicht mit den Stimmen der ca. 100 000 Berliner Beamten nebst ihrer Familien rechnen kann.

Norbert Eger, Berlin-Wannsee

STIMMUNGSMACHE

„Nicht im grünen Bereich“ vom 30. April

Statt zu würdigen, dass die Grünen endlich Wohlhabende stärker besteuern wollen, wird gegen die Steuerpläne Stimmung gemacht. Die Merkel-Regierung schont Reiche hier und im Ausland und hat systematisch bei Armen gestrichen (z. B. beim Sparpaket 2010) – das soll dann okay sein? Dass das Ehegattensplitting – die einseitige Bevorzugung Verheirateter angetastet werden soll, ist berechtigt. Auch in allen anderen Bereichen werden Ehe und einfache Partnerschaft angeglichen, warum also nicht bei Steuern?

Anke Huse, Berlin

ROLLENSPIELE

Indianer heulen weiter vom 8. Mai

Dem Gericht sei Dank. Fast können einem die Anwohner leidtun, anscheinend hatten sie so eine traurige Kindheit, in der spielen und toben verboten wurde, oder sie haben alles vergessen. Cowboy und Indianer oder Räuber und Gendarm sind ganz normale Spiele, die schon immer gespielt wurden. Es sind auch wichtige Rollenspiele, denn jedes Kind ist mal in der guten und mal in der bösen Rolle.

Glücklicherweise konnten wir nach dem Krieg Geborenen unbeschwert toben, ohne dass sich jemals jemand beschwert hätte. Oder ist es besser, die Kinder vor den Fernseher bzw. Computer zu setzen, damit Ruhe herrscht ?

Beate Kusterka, Berlin-Wilmersdorf

BETRIEBSGEFAHR

„Neben der Spur“ vom 5. Mai

Es gibt in Berlin (ich fahre seit 15 Jahren Taxi) keine größeren Verkehrs-Rowdys als die überwiegende Mehrheit der Radfahrer. Sie halten sich an keine Regel, fahren ständig über rote Ampeln, fast nie auf Radwegen und geben bei Spurwechseln keine Handzeichen. Sie verursachen Unfälle und sind dann schnell

unerkannt verschwunden, da sie ja auch keine polizeilichen Kennzeichen haben. Im Ernstfall ist sowieso der Autofahrer oder Lkw- Fahrer schuld, schließlich muss der doch aufpassen, denn von ihm geht die größere „Betriebsgefahr“ aus.

Mit den Steuergeldern der motorisierten Bevölkerung wird dann für unsere Radfahrer großzügig weiter der Verkehr blockiert. Lassen Sie doch mal ein paar Berufskraftfahrer ihre Erfahrungen mit Radfahrern in der Stadt schildern!

Michael Fehmel, Berlin-Wittenau

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