KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

ARMES DEUTSCHLAND

„Kinder zur Welt bringen? Nur noch im Krankenhaus“ vom 3. Juni

Mit Tränen in den Augen habe ich von der im August anstehenden Schließung der Geburtshilfe in der Gemeinschaftspraxis Fera in Tempelhof gelesen. Dies ist ein großer Verlust für Berlin und alle Frauen, die ihre Kinder in einer privaten und sicheren Atmosphäre zur Welt bringen möchten. Und das alles wegen gestiegener Versicherungskosten. Hebammen haben schon länger auf massiv gestiegene Kosten aufmerksam gemacht. Eine E-Petition an den Deutschen Bundestag unterschrieben über 100 000 Bürger. Doch der Gesetzgeber blieb untätig. Mit jeder Schließung solcher Geburtseinrichtungen wird Frauen ihr ureigenstes Wahlrecht auf eine selbstbestimmte Geburt genommen.

Peggy Weber, Hohen Neuendorf

SEHNSUCHT NACH DEMOKRATIE

„Die Türkischen Proteste“ vom 13. Juni

Begeisterung empfinde ich selten beim Lesen des Politikteils. Die Nachrichten von der türkischen Gezi-Park-Protestbewegung jedoch sind die schönsten Nachrichten seit langem. Anfangs ging es auch um den Erhalt eines alten Kinos. Das ließ mich aufhorchen. Denn Kino hat immer mit Sehnsucht und Vielfalt zu tun. Jetzt geht es um das größte Gut überhaupt : die Freiheit. Ich habe keinen besonderen Bezug zur Türkei und lebe (leider) weitgehend neben meinen türkischen Mit-Berlinern daher. Ich wusste auch nie so richtig, was ich von „den Türken“ in Sachen Demokratie halten sollte. Jetzt aber weiß ich es. Da sind ganz viele, die das wollen, was wir inzwischen haben! Denen wünsche ich alle Kraft und Ausdauer.

Martin Erlenmaier,

Berlin-Prenzlauer Berg

ZULASTEN DES VERMIETERS

„Zeit ist Geld“ vom 8. Juni

Ich war jahrelang Verwalter eines Miethauses im Familienbesitz und ich weiß, dass es zur guten Hausverwaltungspraxis gehört, ein in Auftrag gegebenes Werk vor Zahlung der Rechnung und vor Ablauf der Gewährleistungsfrist darauf zu prüfen, ob das Werk vertragsgemäß ausgeführt wurde. Häufig übernimmt der Hauswart diese Aufgabe. Wäre der Vermieter dieser Verpflichtung gefolgt, so hätte er den Schaden vor Ablauf der Garantiezeit festgestellt und handeln können. In diesem Fall hätte einfach ein Anruf beim Mieter vor Ablauf der Frist Klarheit geschaffen. Der Schaden aus der Fristüberschreitung geht zulasten des Vermieters wegen Unterlassung und Verstoß gegen gute Hausverwaltungspraxis.

Prof. Dr. Andreas Grohmann,

Berlin-Lichterfelde

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