KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

VORHERSEHUNG

„Deutscher Weltbürger, nationaler

Kosmopolit“ vom 17. Juni

Werner A. Perger liegt richtig mit seiner Ahnung, dass „Brandts Merksatz vom Tag nach der Eröffnung der Berliner Mauer – Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört – in ihm schon früh angelegt war“. Bereits als Regierender Bürgermeister von Berlin sagte er am 31. Mai 1958 anlässlich der Einweihung der U-Bahn-Strecke Tegel, Kurt-Schumacher-Platz: „… dass der Tag nun doch näherrückt, trotz all der Schwierigkeiten, ... dass hier in Berlin wieder zusammengefügt sein wird, was zusammengehört“. Wunderbar nachzuhören in der Dokumentation von Thomas Zimolong „Berliner Legenden – Willy Brandt“.

Dank an den Tagesspiegel für die Sonderbeilage zum 100. Geburtstag von Willy Brandt.

Ursula Meys, Berlin-Spandau

WEITER SO

Zum Jahrestag des Aufstandes am

17. Juni 1953

Im Berlin-Teil hat sich ein Foto eingeschlichen, das mit den Ereignissen von 1953 nichts zu tun hat. Das Bild mit der Unterschrift „Begrenzt. Die Besatzungsmacht reagiert“ stammt nicht vom Juni 1953, sondern vom Oktober 1961, als sich amerikanische und sowjetische Panzer am Checkpoint Charlie gegenüberstanden. Die Sonderseiten waren trotzdem sehr gut gemacht und interessant.

Ihr treuer Leser Harald Kerl, Berlin

DROLLIG UND AMÜSANT

„Lieber Herr Präsident“ vom 18. Juni

Der humoristische „offene Brief“ an

Barack Obama ist wirklich drollig und amüsant, Dank an den amerikanischen Autor Eric T. Hansen.

Darüber hinaus aber ist die wunderbar lockere und schmissige deutsche Fassung ganz außergewöhnlich geglückt und gekonnt – großes Kompliment an die Übersetzerin Frau Astrid Ule!

Hans-Georg Büttner,

Berlin-Wilmersdorf

UNVERSTÄNDLICH

„Leben in Dauerspannung“ vom 8. Juni

Darüber, dass das Leben in der DDR nicht nur schwarze, sondern vielfältig farbige Facetten hatte, kann man, wie Hermann Rudolph richtig darlegt, nicht ernsthaft streiten. Wieso man aber darüber streiten soll, „ob die  DDR ein Unrechtsstaat war“, kann man als Berliner, der seit Gründung dieses später ummauerten Staates alles hautnah miterlebt hat, nur als unverständliches Diskussionsangebot werten. Bautzen, Hohenschönhausen, Hoheneck und Hunderte von Grenz- und Mauer-Toten sollten eigentlich einen Streit über das „ob“ für jeden als völlig abwegig erscheinen lassen.

Peter Howe, Berlin-Steglitz

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