KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

BERLINER BURGENLAND

„Auf Nummer sicher. Der Sprinter ist längst ein Synonym für Transporter.“ vom 22. Juni

Als Ingenieur, der an der Entstehung und Fertigung des Sprinter beteiligt war und ist, freute mich dieser Artikel natürlich besonders. Dass allerdings fast ein Vierteljahrhundert nach dem Fall der Mauer für Journalisten geografisch immer noch an der Berliner Sektorengrenze Schluss ist, verwundert mich doch. Oder gab es eine Gebietsreform, die an mir vorüberging und Ludwigsfelde (30 Kilometer südlich vom Berliner Zentrum) liegt jetzt 630 Kilometer entfernt und heißt Ludwigsburg? Eventuell kommen die Motoren des Sprinter nun auch aus dem Daimler-Werk Berlin-Marienburg (für Berlin-Unkundige: dieser Stadtteil liegt südöstlich von Berlin-Lichterburg)?

Jörg Sommerer, Berlin-Rudow

BESTRAFUNG

„Eine Ökogebühr für die Tonne“ vom 20. Juni

Nach der im Artikel dargestellten Verfahrensweise bleibt die Maßnahme nur dann kostenneutral, wenn man beide Tonnen bei den Berliner Stadtreinigungsbetrieben bestellt. Jeder umweltbewusste Gartenbesitzer, der seine Bioabfälle gleich auf den eigenen Komposthaufen bringt, damit energieintensive Transporte vermeidet und deshalb keine Biotonne bestellt, muss folglich zukünftig 20 Prozent des Biotonnenpreises im Rahmen der Ökogebühr zusätzlich entrichten. Das ist eine einfache Preiserhöhung und gleichzeitig eine Bestrafung der sich umweltgerecht/ökologisch verhaltenden Gartenbesitzer.

Stephan Strauss, Vizepräsident der

Architektenkammer Berlin,

Dipl. Ing. Landschaftsarchitekt BDLA, Berlin-Pankow

MEHR IST NICHT BESSER

„Schafft mehr Eliteschulen“ vom 23. Juni

Dieser Artikel sprach mir aus der Seele und traf den Nagel auf dem Kopf. Bei jeder Diskussion über Möglichkeiten der Chancengleichheit an Schulen habe ich diese Thesen vertreten. Die Bildungsreformen – meist nur politisch motiviert – haben bis zum heutigen Tage kaum etwas gebracht, u. U. sogar Verschlechterungen. Was bringt es, wenn es heute prozentual mehr Abiturienten gibt als vor mehreren Jahrzehnten, wenn dieses Ziel dadurch erreicht wird, indem man das Niveau senkt, damit möglichst viele Schüler das Abitur bestehen?

Als ehemalige Lehrerin an einem Gymnasium kann ich davon ein Lied singen. Hoffentlich nehmen sich die Verantwortlichen in allen Bildungsministerien diesen Artikel endlich zu Herzen.

Christa Krüger, Berlin-Schöneberg

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