KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

BÄUMCHEN SCHÜTTLE DICH

„Gnadenfrist für Bäume im Crelle-Kiez“

vom 17. Juli

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat es versäumt, die drei (40 Jahre alten) „prächtigen“ Linden im öffentlichen Straßenraum baurechtlich zu schützen. Es hat weder einen qualifizierten B-Plan aufgestellt noch einen städtebaulichen Vertrag mit dem Investor abgeschlossen. Stattdessen hat es dem Investor durch einen übereilten Bauvorbescheid gültiges Baurecht gewährt. Rein rechtlich war das Verfahren korrekt. Aber ist es auch politisch tragbar?

Wo bleibt hier das „politische“ Bezirksamt? Wo bleibt hier die (im Verhältnis zum angestrebten Eigennutz des Investors) angemessene Gewichtung des öffentlichen Interesses, also des Gemeinwohls? Wie kann hier eine effektive

„demokratische“ Bürgerbeteiligung

stattfinden? Welchen Einfluss sollen

hier die anerkannten „Träger öffentlicher Belange“ (wie z. B. Umweltschutzverbände) erhalten?

Fred Hagemeister, Berlin-Westend

BEFREIEND

„Was Recht ist“ vom 21. Juli

Ein ums andere Mal ist man fassungslos über die Nachrichten aus den Ländern der lupenreinen Demokraten, des amerikanischen Traums und der Märchen aus tausendundeiner Nacht: Dann kommt das komprimierte, unübertroffene Fazit von Harald Martenstein, und man denkt: Gott sei Dank, es hat ihm noch nicht die Sprache verschlagen. Es ist immer wieder befreiend.

Hanna Paulisch, Werder

BESSERWISSEREI

„Fremdeln mit Fremdwörtern“ vom 21. Juli

Elisabeth Binder fordert die korrekte Aussprache von fremdsprachlichen Namen. Das kann auch Probleme machen.

Mein Vater, dem sein gutes Schulfranzösisch im Krieg sogar eine Dolmetscherkarriere verschafft hatte, fuhr einmal mit uns Kindern im Bus durch Charlottenburg. Der Schaffner kündigte im breitesten Berlinisch die ,Ssuaretz’-

Straße an, Daraufhin unser Vater, halb laut: „Der meint sicher die ,Süareh’-

Straße“. Vor Scham über so viel Besserwisserei wären wir Kinder am liebsten unter die Sitze gekrochen.

Dr. Thomas Lennert, Berlin-Zehlendorf

SEHNSUCHT NACH BERLIN

Zur Sonntagsausgabe vom 21. Juli

In Berlin geboren, schon über 20 Jahre weg, kaufe ich immer wieder gerne, vor allem am Wochenende den Tagesspiegel. So auch heute.

Zuerst den Kommentar: „Mephisto spielen“ von Peter von Becker. Super treffend! Wie deutlich und klar! Recht hat er! Dann „Was recht ist“ von Harald Martenstein. Ebenso deutliche Worte und ebenso treffend!

Weiter der Artikel über den Görlitzer Park... Noch letztens habe ich genau über dieses Thema mit einem Freund

gesprochen, wir haben es zutiefst bedauert, dass die Drogenszene sich von der Hasenheide in den Görlitzer Park verschoben hat, dieser schöne Park!

Ach, nach so einem Tagesspiegel am Sonntag wächst die Sehnsucht nach Berlin! Vielen Dank!

Marcel Engelskirchen, Recklinghausen

WO IST DAS GELD NUR GEBLIEBEN

„Zoo plant teurere Tickets“ vom 20. Juli

Der Berliner Zoo will 2014 die Eintrittspreise erhöhen. Ja, ticken denn die Verantwortlichen noch richtig! Soll der Zoo mehr oder weniger den Touris überlassen werden?

Für viele Teile der Bevölkerung wird 2014 der Berliner Zoo tabu sein. Zu erwarten, man gewinne mehr durch diese geplante Erhöhung, ist zu bezweifeln. Eher wird das Gegenteil der Fall sein. Berlin hat im Gegensatz zu anderen

Metropolen eine der schlechtesten

Sozialstrukturen. Hier wäre mal ein

Einwand des Regierenden zur Abwechslung etwas Positives in der sonst so traurigen Bilanz.

Was ist bloß mit den Millionen passiert, die Knut dem Zoo eingebracht hat?

Thomas Hansen, Berlin-Reinickendorf

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