KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

TEURES ÖRTCHEN

„Gebt des Wasser frei! Und die Toiletten!“ vom 26. Juli

Frau Haywood spricht ein Thema an, was mich schon lange ärgert: die öffentlichen Toiletten! Es ist ein Skandal, dass man überhaupt für ein Bedürfnis zahlen muss. Ist eine Toilettenfrau am Ort, ist das mit dem Bezahlen relativ einfach. Doch zunehmend öffnet sich die Tür der „Bedürfnisanstalt“ erst nach dem Einwurf einer entsprechenden Münze. Und wenn diese nicht zur Hand ist? Die Bahn hält eine besonders perfide Variation bereit. Man muss einen Euro einwerfen. Nach Erledigung des Geschäfts spuckt der Automat einen Gutschein über

50 Cent aus, den man in ausgewählten Geschäften in Zahlung geben kann. An vielen Autobahnraststätten wird es ebenso gehandhabt. Wer wundert sich da über stinkende Pinkelecken?

Silvia Rupprecht, Berlin-Tempelhof

DICKES ENDE

„Jeder Vierte arbeitet zum Niedriglohn“ vom 26. Juli

Das dicke Ende kommt erst noch für die Niedriglöhner, in einigen Jahrzehnten. Dann müssen diese Menschen nämlich Beihilfe vom Staat erbetteln, um mit ihrer kargen Rente zurechtzukommen. Nur, wer ist denn der Staat oder die Gesellschaft? Das sind wir alle, auch diejenigen, die jetzt diese Hungerlöhne zahlen. Auch sie werden dann hoffentlich die Zeche zahlen, die sie jetzt mit verursachen. Es sollte der hehre Grundsatz gelten: Jeder muss von seiner beruflichen Tätigkeit auch vernünftig leben können, und nicht am Bettelstab gehen.

Peter Ollarius, Berlin-Reinickendorf

SINNLOS

„Wallfahrt in den Abgrund“ vom 30. Juli

Frankreich und Italien sind bekannt für disziplinloses Verhalten im Straßenverkehr. Aber was wir in Neapel vor zwei Monaten erlebt haben, haben wir so bisher nicht einmal in der Dritten Welt erlebt. Verkehrszeichen und Ampeln sind lediglich Zierde. Auf querende Fußgänger auf Fußgängerüberwegen wird gnadenlos mit hoher Geschwindgkeit raufgehalten, angehalten wird grundsätzlich nicht. Kinder befahren Einbahnstraßen im Gegenverkehr und schlängeln sich durch, die Eltern sitzen im Cafe und sehen dem Treiben belustigt zu. In besonders engen Gassen der Altstadt kann man sich nur dicht an Hauswänden entlang bewegen, ansonsten spielt man mit seinem Leben, die Motorradfahrer feuern mit unglaublich hoher Geschwindigkeit dort durch. Verkehrskontrollen sind weit und breit nicht zu sehen, aber würde es dort auch irgendetwas bewirken?

Bernd Wegner,

Berlin-Baumschulenweg

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