KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

TIERISCHE SEGNUNG

„Beten für den Dackel“vom 7. Oktober

Endlich ein Bericht über den Tiergottesdienst zum Welttierschutztag am 4. Oktober, der zum 14. Mal vom Arbeitskreis Kirche und Tier initiiert wurde. Dank an Herrn Pfarrer Dalchow, dessen Engagement für den Tierschutz in der evangelischen Kirche noch immer nicht selbstverständlich ist. Frau Kellers Bericht ist leider nicht ohne ironischem Unterton. So beschreibt sie den Gottesdienst als „kurios“ und „selbstgerecht“, den doch Menschen gestalten, die ihre Augen nicht vor den legalen Grausamkeiten gegen Tiere verschließen. Es lohnt sich darüber nachzudenken, warum es eines speziellen Gottesdienstes für Tiere bedarf und ob das Festhalten am anthropozentrischen Weltbild – sei es aus Bequemlichkeit oder Gedankenlosigkeit – nicht eher als „selbstgerecht“ zu bezeichnen ist.

Karin Hardekopf, Berlin-Staaken

SCHMALSPURPROGRAMM

„Schockierte Bildungsbürger in der Philharmonie“ vom 5. Oktober

Es ist kein Wunder, wenn zwischen zwei Sätzen einer Sinfonie oder eines Konzerts geklatscht wird. Das „Kulturradio vom RBB“, also des lokalen Senders, spielt seit etwa zehn Jahren im Tagesprogramm nur einzelne Sätze (und immer wieder dieselben). Woher sollen seine Hörer wissen, dass eine Sinfonie normalerweise aus mehreren Sätzen besteht und diese zusammengehören? Der Sender scheut auch nicht vor Ausblendungen zurück, wenn ein Komponist ausdrücklich angewiesen hat, dass Sätze ineinander übergehen. Bei einem solchen Schmalspurprogramm und der Vernachlässigung des Musikunterrichts in öffentlichen Schulen Berlins ist zu befürchten, dass die musikalische Schulung (P. Hugues) immer weiter zurückgehen wird.

Jürgen Thomas, Berlin-Pankow

KONTROLLE IST BESSER

„Gauner in Weiß“ vom 6. Oktober

Die Beschreibungen decken sich mit meinen Erfahrungen als Privatpatient. Bei gut jeder dritten Rechnung habe ich Beanstandungen, rufe dann beim Arzt an, äußere Zweifel. Und was passiert: In jedem einzelnen Fall heißt es, „nehmen Sie den Posten aus der Rechnung“. Meist geht es um Beträge zwischen 20 und 60 Euro, Abrechnungsposten, die von mir leicht als falsch oder unangemessen erkannt werden können. Etwa, wenn Beratungen aufgeführt werden, die nicht stattgefunden haben, oder Leistungen höher berechnet werden als zuvor bei einem anderen Arzt. Einmal ging es um eine höhere Summe. Erst nachdem ich Ärztekammer und Versicherung eingeschaltet und Einschüchterungen (Anwalt, Schufa, Inkasso) widerstanden habe, war klar, dass ich 600 Euro nicht zahlen musste.

Helmut Schmitz, Berlin-Wannsee

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