KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

HOCHBETAGT

„85-jähriger Radler stirbt nach Unfall“ vom 26.Oktober

Jeder Unfall ist einer zu viel und zu bedauern. Im diesem Fall auf alle Fälle vermeidbar, wenn die Autofahrerin den nötigen Abstand eingehalten hätte. Vermeidbar aber auch, wenn der hochbetagte Radfahrer den Radweg benutzt hätte, der auf der Fischerhüttenstraße zur Verfügung steht. Auch ich bin 84 Jahre alt und fahre mit dem Fahrrad zur eigenen Sicherheit grundsätzlich auf dem vorhandenen Radweg. Als Verkehrsteilnehmer per Auto, Fahrrad oder als Fußgänger beobachte ich immer öfter, dass Radfahrer trotz Radweg die Fahrbahn benutzen,

oft sogar zwei nebeneinander. Bei der

allgemeinen Missachtung der Verkehrsregeln muss man sich nur wundern, dass nicht viel mehr Unfälle passieren, vor

allem bei dem Chaos, das gerade die

Radfahrer auf Fahrbahn und Gehwegen verursachen.

Wolfgang Schwarz, Berlin-Zehlendorf

TEMPORÄR

Zur Umstellung auf die Winterzeit

Zweimal im Jahr wird uns per Order di Mufti eine neue Zeiteinteilung beschert, egal, ob wir es gutheißen oder nicht. Dabei spricht man im Frühjahr von der Sommerzeit, was wohl berechtigt ist

und im Herbst oftmals von der Winterzeit, was keinesfalls berechtigt ist.

Denn sowohl im „Tagesspiegel“ wie auch in anderen Publikationen wird von einer Winterzeit gesprochen, die nur dann erfolgen kann, wenn gegenüber der Sommerzeit die Uhr um zwei Stunden zurückgestellt würde, was aber nicht der Fall ist. Die „Neue Zürcher Zeitung“ bringt es auf den Punkt, wenn sie schreibt: „Bis zum letzten Märzwochenende 2014 wird wieder die mitteleuropäische Normalzeit (MEZ) gelten: eine Winterzeit gibt es offiziell nicht. …

Am Sonntag, 30. März 2014, wird dann wieder zur mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) gewechselt.“

Die sog. Winterzeit sticht mir deshalb ins Auge, weil dies ein weiterer Beweis für die viel geübte Nachlässigkeit mit dem Umgang unserer Sprache ist.

Horst G. Degner, Berlin-Grunewald

SAUERTÖPFISCH

„Über das Verwässern der

deutschen Sprache“ vom 25. Oktober

Vielen Dank Ned Brown! Nachdem ich

A. Sauerbreys Artikel in der Online-Ausgabe der New York Times gelesen habe, kann ich nur zustimmen. Was sie schreibt ist nicht neu. Vielleicht belebt der Artikel die Diskussion, z. B. darüber, ob statt von Stromausfall vom Blackout die Rede sein muss. Man kann ja verstehen, dass ein Aufenthalt in New York sich „internationalisierend“ auswirken kann. Aber muss das in einen Beitrag münden, der den Amerikanern den Eindruck vermittelt, dass in Deutschland sauertöpfische Übervierziger wie Don Quichote gegen umherfliegende Anglizismen kämpfen?

Ingrid Stuchlik, Berlin

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