KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

POLITIK FÜR KLEINE LEUTE

„Wohnungspolitik ist schon die halbe Miete“ vom 24. November

Es ist gut, dass Die Linke in Berlin ihre jahrelange wirtschaftsfreundliche Linie in der Wohnungspolitik aus Mitregierungszeiten endlich korrigiert. Ich bin froh, dass Jens Carlberg als neuer Vorsitzender der Linken Charlottenburg-Wilmersdorf sich auf dem Parteitag durchsetzen konnte. Somit steht eine der großen Berliner Parteien für die Forderung nach einem befristeten Mietenstop zumindest für städtische Wohnungen. Darüber hinaus sollte sich die Berliner Linke bei allen betroffenen Mietern und Mietrechtsaktivisten für die unsägliche Wohnungspolitik in ihrer Regierungszeit entschuldigen und endlich eine Politik für die kleinen Leute machen. Dabei ist die Zustimmung zur teilweisen Bebauung des Tempelhofer Feldes der falsche Schritt, solange in der Stadt Baulücken für 200 000 neue Wohnungen zur Verfügung stehen.

Rüdiger Deißler, Berlin-Charlottenburg

ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE

„Ewigkeitswerte“ vom 24. November

„Nicht die bange Sorge um das ewige Seelenheil, sondern das Wohl im Hier und Jetzt stehen für uns auf dem Spiel. Bei einer solchen Lebenshaltung weckt der Tod Unsicherheit und Angst.“ Markus Dröge verschweigt, dass es gerade für gläubige Christen Unsicherheit und Angst vor dem Tod gibt, weil es ungewiss bleibt, ob sie beim Jüngsten Gericht zu den Gerechten oder zu den Ungerechten gezählt werden. Letzteren bleibt das ewige Seelenheil versagt.

Matthäus 25,41: „Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln.“ – Diese Unsicherheit und Angst weckt der Tod bei den Atheisten nicht. Sie lösen sich in ihre Bestandteile auf.

Prof. Dr. Helmut Kramer, Hamburg

Als einer meiner besten Freunde starb, wurde seinem Wunsch entsprechend die Asche in den Bach seines niederländischen Heimatdorfes gestreut. Er brauchte kein Grab; und ich brauche für ihn auch keins. Er lebt in meinem Herzen. Meine Asche, so habe ich verfügt, soll ebenfalls in der freien Natur verstreut werden. Natürlich kann jeder für sich entscheiden, wie er begraben werden möchte. Aber er sollte dazu rechtlich auch die Möglichkeit haben. Deswegen möchte ich den positiven Äußerungen von Bischof Dröge bezüglich einer Änderung des Bestattungsrechts die Forderung hinzufügen, dass man die Asche etwa im eigenen Garten oder an einem Baum im Wald „beisetzen“ darf. Es gibt sehr gute Argumente für Friedhöfe, aber kein gutes für einen Friedhofszwang. Doch solange das Bestattungsrecht weiterhin von der Lobby der Bestattungsunternehmer, der Gemeinden bzw. Kirchen als Friedhofseigentümer und Glaubensverwalter abhängig ist, wird sich die Lage nicht so schnell verbessern.

Georg Geismann, Berlin-Schöneberg

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