KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

OHNE KOMPASS

„Wettermacher Nordpol“

vom 10. Dezember

„Im vergangenen Jahr, als der Super-

Sturm Sandy auf die amerikanische Ostküste bei New York traf, hatte sich genau so eine Wetterlage festgesetzt. Eine stabile Hochdrucklage verhinderte, dass der Sturm in Richtung Westen aufs Meer abdrehen konnte und ging mit einem Winkel von fast 90 Grad an Land“.

Dazu ist anzumerken: Wenn man in New York sich Richtung Westen bewegt, kommt man nicht aufs Meer, sondern ins amerikanische Festland. Wenn mit den 90 Grad eine Himmelsrichtung gemeint ist, ist das Osten. Richtung Osten ist aber das Meer und nicht Land, wie geschrieben. Wenn mit 90 Grad keine Himmelsrichtung gemeint ist, fehlt ein Bezug, von wo aus die 90 Grad gemessen werden sollen. Ist hier mit Ost und West und 90 Grad etwas sehr durcheinandergeraten?

Prof. Dr.-Ing. Horst Herrmann, Berlin

OHNE ANSTAND

„Ab die Post“ vom 9. Dezember

Bei solchen Vergleichen von Anbietern sollte nicht nur der Preis im Vordergrund stehen, sondern auch die Frage, wie die Beschäftigten entlohnt werden (Tarifvertrag u. Ä.). Es ist bekannt, dass (nicht nur) im Logistikbereich und Versandhandel die niedrigen Preise durch unzumutbare Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten erreicht werden. Da werden Subunternehmen beauftragt

(z. B. auch bei DHL), für die kein Tarifvertrag gilt, da gibt es effektive Arbeitszeiten von zwölf Stunden, da werden

z. B. die Ladezeiten am Morgen vor Tourbeginn nicht als Arbeitszeit berechnet und damit nicht bezahlt usw.

Also bitte nicht nur auf den Preis achten – Geiz ist nun mal nicht geil, schon gar nicht für Leute, die unter Bedingungen beschäftigt werden, die für eines der reichsten Länder der Erde einfach unwürdig sind.

Matthias Hög, Berlin-Bohnsdorf

OHNE HAPPY END

„Rettender Bürgermeister" v. 4. Dezember

Der Tenor des Beitrages ist: Der Bürgermeister hat den Wagen in den Sand gefahren, jetzt soll er am Steuerrad sitzen bleiben bis zum bitteren Ende, damit auch jeder sieht, wer für dieses Desaster verantwortlich ist, zudem gibt es niemanden, der es entscheidend besser macht. Diese Einschätzung erscheint mir von Fatalismus und Sarkasmus getragen. Wenn schon die Mitglieder des Aufsichtsrats vom BER nicht für den Erfolg des Gelingens haften, so haften doch die Bürger dieser Stadt und dieses Landes.

Dies sollte jedem bewusst werden, wenn man in derselben Ausgabe nur eine Seite weiter liest: „Was tun, wenn der Lehrer streikt?“ und „Fahren, bis es quietscht“. Zwei Beiträge, die drastisch zeigen, dass Gelder, die beim BER in den Sand gesetzt werden, an vielen anderen Stellen fehlen und fehlen werden.

Prof. Dr. Achim Schneider M.P.H.,

Berlin-Nikolassee

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