KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

MARTENSTEIN

Liebe Fangemeinde,

Sie – und wir auch – vermissen ihn:

Harald Martenstein. Seine Kolumnen, seine schönen Texte, gespickt mit hintergründigem Witz und Satire. Er bat um eine kleine Auszeit, die wir ihm doch gönnen wollen, und hoffen auf Ihr

Verständnis. Ab Februar wird er wieder da sein und uns inspirieren.

Die Redaktion

MEIN HERR

„Freundlich gemeinte Notlösung“

vom 22. Dezember

Hier wird bedauert, dass „es im Deutschen kein Äquivalent zu Monsieur/Madame ... gibt“ und man sich deshalb „mit junger Mann herausmogeln“ muss. Dabei liegt die Lösung doch so nahe, man braucht den Begriff nur zu übersetzen und hat mit „mein Herr/meine Dame“ eine Entsprechung zur Hand; auch wenn der Begriff auf Deutsch in zwei Worten geschrieben wird, im Gegensatz zum niederländischen „mijnheer“. Die Verwendung „Kann ich Ihnen helfen, mein Herr?“ ist im Deutschen durchaus üblich und allemal besser als die vertrauliche Anrede „junger Mann“.

Wolfgang Kleier, Berlin-Zehlendorf

RELIKTE

„Czardasfürstin“ vom 28. Dezember

Noch immer – fast siebzig Jahre nach dem Ende des „Dritten Reiches“ – lassen sich von den Nazis geprägte Kategorisierungen in unserer Jetzt-Sprache finden. So auch in dem Nachruf für Marta Eggerth: Sie war „Tochter eines deutschen Bankiers und einer jüdischen Opernsängerin“. Der Vater also hatte eine Staatsangehörigkeit, die Mutter wird erklärt durch ihre Glaubenszugehörigkeit. Es ist Zeit, diese Relikte der NS-Zeit endgültig aus unserem Sprachgebrauch zu tilgen!

Roswita Mätzig-Wurm, Teltow

FREUNDLICH UND ENTSPANNT

„Dann geh doch in die Wüste“

vom 22. Dezember

Danke für den schönen Bericht über die Israelreise. Viele der geschilderten Erfahrungen haben wir bei einem Israelurlaub 2013 auch erlebt. In einer Sache möchten wir aber widersprechen. Die Sicherheitskontrollen in Tegel bei der Lufthansa waren ganz normal – auch zu unserer Überraschung. Am Flughafen Ben Gurion waren die Einreiseformalitäten die Norm, bei der Ausreise gab es kein ungewöhnliches Befragen, alles war freundlich und entspannt.

Helga und Manfred Lubnau,

Berlin-Rudow

WÜNSCH DIR WAS

Zu den Feiertagen

Für das kommende Jahr wünsche ich mir mehr „zu“ und „am“ und weniger oder besser gar kein „an“! Zum Beispiel möchte ich gern mal wieder „zu Ostern, zu Weihnachten, zu den Feiertagen etc.“ und „am Heiligabend“ lesen. Leider steht auch im Tagesspiegel fast nur noch „an Weihnachten, an Silvester oder an Heiligabend“. Ob sich mein Wunsch wohl erfüllen wird?

Ihre eifrige und für die Zukunft gespannte Leserin

Uta Rentel, Berlin-Charlottenburg

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