KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

GIGANTISMUS

„Voll daneben!“ vom 2. Januar

Endlich wird hier der unüberlegte Gigantismus in Bezug auf die vom Veranstalter angegebenen Besucherzahlen der Silvesterparty vorm Brandenburger Tor aufs Korn genommen. – Man braucht kein Rechenkünstler zu sein, um die vom Veranstalter angegebene Zahl der Festmeilenbesucher als weit überhöht einzuschätzen, wenn man sich die Platzverhältnisse dort ansieht. Auch wäre es logistisch gar nicht möglich, Millionen Menschen innerhalb weniger Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Festmeile zu bringen und dann noch an den wenigen Eingängen kontrolliert hereinzulassen. Aber (besonders) in Berlin muss ja alles das (Welt-)größte sein ... Silvesterparty und natürlich auch der Berlin-Marathon sind tolle Veranstaltungen, aber Gigantismus ist nicht angebracht.

Bernd Pieper, Berlin-Buckow

HÜBSCHER TRAUM

„Mit Rückenwind ins neue Jahr“

vom 4. Januar

Nichts gegen E-Bikes, aber die Einleitung des Artikels ist ein Scherz! Radfahrer stehen vor der Ampel ... „Die Ampel schaltet auf Grün und der Trupp Zweiräder geht ab.“... Sehr hübscher Traum.

In vielen Jahren habe ich praktisch nie erlebt, dass Radfahrer es für notwendig erachten, z. B. vor roten Ampeln zu halten, und ganz sicher keine Kurierfahrer. Im Gegenteil: Die StVO wird grundsätzlich ignoriert, simpelste Regeln werden (vorsätzlich) missachtet. Andere Verkehrsteilnehmer werden dadurch genötigt, gefährliches, verkehrswidriges Verhalten zu tolerieren, Rücksicht zu nehmen und ständig auf jede noch so absurde Eventualität vorbereitet zu sein. Darauf dürfte es auch zurückzuführen sein, dass glücklicherweise nicht noch mehr Unfälle passieren. Man kann sich häufig des Eindrucks nicht erwehren, viele Radfahrer seien lebensmüde, wenn man sieht, in welche Gefahren sie sich selbst durch ihren „Fahrstil“ begeben.

Margit Koths, Berlin-Wedding

OFFENE RECHNUNGEN

„Aus der Spur“ vom 7. Januar

Es mag ja sein, dass ein neuer Politiklobbyposten für Herrn Grube die Arbeit angenehmer macht. Noch angenehmer wäre es, wenn das für diese bisher nicht vorhandene Aufgabe bereitgestellte Geld für die Bahnkunden genutzt wird. Der zusätzliche Vorstandsjob kostet mit Büro und Dienstwagen grob geschätzt ca. 1,1 Mio. Dafür könnte man (auch grob geschätzt) ca. 22 neue Stellwerker einstellen. Die Rechnung ließe sich auch für andere Bahnbereiche aufmachen, unter deren Personalmangel die Kunden leiden.

Andreas Hein, Berlin-Rudow

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