KURZ & BÜNDIG : KURZ & BÜNDIG

SCHMÄHWORT

„Was macht die Welt?“ vom 13. Januar

Das Bekenntnis von Thomas Hitzlsperger war eine mutige Tat. Sonst hätte sich das vorher schon mal ein Nationalspieler getraut. Und nicht erst nach dem Ende der Karriere. Homosexualität ist nicht tabu. Sonst wäre „schwul“ nicht eines der beliebtesten Schmähwörter auf Schulhöfen und in Fußballstadien. Homosexualität ist nicht cool. Heterosexualität auch nicht. Josef Joffe ist nicht cool. Sonst hätte er es nicht nötig, den Mut von Thomas Hitzlsperger kleinzureden.

Dirk Siegfried, Berlin-Schöneberg

GIFTSCHWADEN

„Neue Teekultur“ vom 12. Januar

Ist ja interessant zu erfahren, wie Berlin heute aufbrüht. Hoffentlich nicht in zu trüber Brühe. Was ich nämlich gern von den highly sophisticateden Chief-Teaisten erfahren hätte, ob die Ware, die sie kaufen, das Siegel „fair trade“ haben. Davon ist in dem ganzen, recht ausführlichen Artikel nicht die Rede.

Ich bin keine Fanatikerin, aber es lohnt sich doch zu erfahren, ob die köstlichen, stinkteuren Auslesen von Kindern geerntet werden, die in Giftschwaden stehen.

Dr. Caroline Neubaur, Berlin-Dahlem

PLÄNE UND TRÄUME

„Zuwanderung wird Chefsache“

vom 4. Januar

Ich bin ein Zuwanderer. Mein deutscher Ehemann, ich und unser Sohn (deutsche Staatsbürgerschaft) sind ein Familienbetrieb mit einer jährlichen Steuerabgabe in sechsstelliger Höhe. Eine Neubeantragung jeglicher Personaldokumente war in letzten Jahren mit der Abnahme von Fingerabdrücken verbunden. Sind wir als Beitragsträger Menschen zweiter Klasse? Die Abnahme der Fingerabdrücke bei Zuwanderern wäre jedoch für alle an Leistung interessierten Immigranten ein Segen. Betrüger wären eindeutig ausgemacht, die anderen könnten in Würde ihre Pläne und Träume leben.

Anna Schröder, Berlin

NACHLESBAR

„Dezentrale Speicherung wäre sicherer“ vom 6. Januar

Dem Titel ist nur zuzustimmen. Die gesamte Krankengeschichte zum Beispiel eines Heranwachsenden wäre zentral nachlesbar. Naiv ist, wer glaubt, Kommunen oder Bund würden da nicht nachschauen, bevor jemand verbeamtet wird. Alles, was möglich ist, geschieht auch.

Dr. med. Thomas Scholz, Internist,

Berlin-Tegel

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