Meinung : Labyrinth der Intrigen

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Schlapp und fahrig, umständlich und langatmig – kämpft man so um die Macht? Ein angeschlagener Bernd Pischetsrieder erläuterte am Dienstag die VW-Bilanz für das Geschäftsjahr 2005. Dabei sind die Zahlen gar nicht so miserabel, und die Aktionäre können sich sogar über eine höhere Dividende freuen. Doch der Konzernchef ist angezählt, weil sein Vorgänger Ferdinand Pïech seinen Kopf will. Pischetsrieder hatte den Fehler gemacht, sich mit Pïechs Hauptfeind, dem niedersächsischen Ministerpräsidenten und VW-Aufsichtsrat Christian Wulff, zu verbünden. Und Pischetsrieder, immerhin seit vier Jahren Vorstandschef, hat zu viele Problemfelder nicht energisch genug angepackt. Das macht seit einem Jahr VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard. Der umsetzungsstarke Bernhard ist Pischetsrieders Mann. Doch was macht Bernhard, wenn Pischetsrieder gegangen wird? Ginge auch er, müsste man sich wirklich Sorgen machen um die Zukunft von VW. Noch ist es nicht so weit. Auch IG Metall und Betriebsrat haben ein Wörtchen mitzureden. alf

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