Lafontaines mögliche Rückkehr : Vorwärts und zurück

Für manch einen in der Linkspartei ist der Gedanke verlockend: Der frühere Parteichef Oskar Lafontaine kehrt noch einmal in die Bundespolitik zurück, als Zugpferd für die Bundestagswahl 2013. Als Spitzenkandidat sorgt der prominente Saarländer gemeinsam mit Fraktionschef Gregor Gysi dafür, dass die Linke möglichst gut abschneidet, so wie bei den Wahlen 2005 und 2009. Auch deshalb werben nun führende Parteilinke dafür, dass Lafontaine erneut für den Bundestag kandidiert. Schließlich steht die Partei gerade nicht gut da: Bei den letzten Landtagswahlen in Ost und West lief es eher schlecht. Statt sich mit den Alltagsproblemen der Menschen zu beschäftigen, hat sich die Partei in den vergangenen Monaten in Personalquerelen und Streitereien über Mauerbau und Kommunismus verstrickt. Doch in dieser Situation mit dem Duo Lafontaine und Gysi noch einmal auf die Vergangenheit zu setzen, wäre verkehrt. Der Generationenwechsel in der Linken ist überfällig. Viel zu lange hat die Partei außerdem schon die Debatte darüber aufgeschoben, für welche Inhalte sie steht und wo sie sich strategisch hin entwickeln will. Die Genossen sollten erst einmal den künftigen Kurs bestimmen – und dann nach den passenden Köpfen an der Spitze suchen. ce

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