Meinung : Lasst uns Freunde sein

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Was um Himmels Willen ist der Grund, dass ein Kind später einmal in die Politik geht? Sind es gute Gene? Schlechte Erziehung? Weisen Sterne den rechten Weg? Britische Forscher haben jetzt festgestellt, dass Kinder, die keine Freunde haben, später Politiker werden. Wer im Kindergarten aus gutem Grund niemanden zum Spielen fand, sucht also später die heimelige Stallwärme einer großen Volkspartei. Jeden Abend Ortsvereinssitzungen, Kreisvorstands oder Fraktionsberatungen, nicht zu vergessen Basisversammlungen in Partei und Vereinen. Alle dort Versammelten müssen in einer Art gegenseitiger Geiselhaft die jeweiligen Reden des anderen anhören. Wo sonst findet man ein Forum, das einem freiwillig zuhört? Eine Frage stellt sich. Decken Parteien mit vielen Mitgliedern ein Spektrum in der Gesellschaft ab, das besonders einsam in der Jugend war? Kann eigentlich nicht sein, schließlich ist die PDS die mitgliederstärkste Partei Ostdeutschlands, wo früher doch alles heimeliger, geselliger und schöner war. Verliert die SPD deshalb so viele Mitglieder, weil die beim Älterwerden immer mehr Freunde finden? Und was ist mit der FDP? Sie hat die wenigsten Mitglieder. Deren Wähler hatten demnach früher die meisten Freunde zum Spielen. Bis auf ein paar Ausnahmen. Einer muss ja für die Partei die Arbeit machen. os

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