Meinung : Leben auf Pump

DER ANFANG VOM ENDE DES STABILITÄTSPAKTS?

NAME

Mit dem Schuldenmachen ist es beinahe so wie mit dem Rauchen. Wer es sich abgewöhnen will, der muss damit beginnen. Und seinen Vorsatz dann auch einhalten. Sonst wird das nichts. Die EU-Kommission und Europas Finanzminister hatten sich einst vorgenommen, die öffentlichen Haushalte bis 2004 so zu konsolidieren, dass sie danach ohne zusätzliche neue Schulden auskommen werden. Das war gut so, weil das Leben auf Pump auf Dauer nicht nur die wirtschaftliche Dynamik begrenzt. Es raubt den Ländern auch finanzielle Spielräume für die Zukunft. Schließlich fehlt jeder Euro, der für Zinsen ausgegeben wird, bei den Investitionen, bei der Bildung oder in der Familienpolitik. Dass die EU-Kommission nun das Sparziel um zwei Jahre verschoben hat, ist leichtfertig: Mehr Zeit zum Sparen heißt letztlich nämlich auch weniger Druck und mehr Nachlässigkeit beim Durchsetzen von Reformen. Ohne Reformen aber kann man sich das Schuldenmachen überhaupt nicht abgewöhnen. asi

_del_s_SEITEN 1 UND 15

0 Kommentare

Neuester Kommentar