Meinung : Lebensschule

„Schule fürs Leben“ vom 3. Juli

Der Autor legt die ganze Hand in die Wunde der schulischen Realität. Die skizzierten Zustände beginnen zum Beispiel in unserer Kleinstadt, indem in der Grundschule alles daran gesetzt wird, durch gute Noten möglichst viele Schüler für Gymnasien in umliegenden Kommunen zu empfehlen. Die gut ausgestattete Mittelschule dagegen muss Jahr für Jahr um Schülerzahlen kämpfen. Die vielfach erzielten „geschenkten Erfolge“ im Lernprozess führen außerdem dazu, dass Geschäftsführer von Klein- und Mittelbetrieben unter anderem des metallverarbeitenden Gewerbes über mangelhaft gebildete Schulabgänger (auch mit Abitur) klagen. Letztlich auch ein Ausdruck für den landesweiten Fachkräftemangel. Während meiner Schulzeit in den 1940er Jahren galt in der Volksschule der Spruch „Non scholae, sed vitae discimus“.

Dr. Wolfgang Hanisch, Thalheim/

Erzgebirge

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben