Leserbriefe : 1948 gab es ein Notopfer Berlin, jetzt muss es ein Notopfer Flut geben

NAME

Betrifft: Die aktuelle Berichterstattung über Finanzierungsmodelle für die Flutopferhilfe

Die Flutkatastrophe in Deutschland: Noch sind konkrete Zahlen über die Schadenshöhe des Hochwassers in den betroffenen Bundesländern nicht bekannt. Ohne Zweifel gehen die Kosten für die Behebung sämtlicher öffentlicher und privater Schäden in die Milliarden Euro.

Wie kann wirkungsvoll finanziell geholfen werden? Erinnerlich ist ein brisanter Krisenfall in der Vorgeschichte der Bundesrepublik im Juni 1948, als durch die sowjetische Berlin-Blockade die Westsektoren Berlins von jeglicher Versorgung abgeschnitten worden waren. Zwei Tage später errichteten die West-Alliierten eine Luftbrücke, und vom damaligen „Wirtschaftsrat der Bizone" wurde zur Unterstützung der Berliner Bevölkerung das Gesetz „Notopfer Berlin" beschlossen. Demzufolge musste jeder Brief zusätzlich mit einer blauen Notopfer-Marke (2 Pf.) frankiert werden.

Auch heute gebietet die nationale Solidarität eine gemeinschaftliche Hilfeleistung. Ein befristetes, streng zweckgebundenes „Notopfer Flut" mit 2 Cent Zusatzkosten auf jede Postsendung und jede zustande gekommen Telefonverbindung könnte pro Jahr über zwei Milliarden Euro einbringen.

Dr. Wolfgang Jasching,

Berglisch-Gladbach

0 Kommentare

Neuester Kommentar