Leserbriefe : Alles schon mal da gewesen

Zur Debatte über den Abschuss

von Passagierflugzeugen im Gefahrenfall

Wer in einem gekaperten Flugzeug sitzt, dessen Piloten als Selbstmörder gelten, ist sowieso als Todesgeisel abzuschreiben. Das hört sich grausam und menschenverachtend an, ist aber traurige und grausame Wirklichkeit seit jenem 11. September geworden. Deshalb, solange die kurzfristige Möglichkeit besteht, „fliegende Bomben“, egal wer und wie viele unschuldige Menschen sich darin befinden, im Vorfeld des Zielobjektes, ob Hochhaus einer Innengroßstadt, oder dafür nicht gesicherte Kraftwerke, oder Talsperren usw., zu zerstören, gibt es keine Alternative, um weitere Todesopfer zu verhindern. Wer solche Folgen nicht beachtet, sich dagegen sträubt, ist blauäugig und macht sich mitschuldig an den zusätzlichen Opfern, vom Sachschaden ganz zu schweigen.

Werner Tietz, Berlin-Lichterfelde

Eine von Terroristen entführte Passagiermaschine fliegt ein Ziel an, um noch möglichst viele weitere Menschen zu töten. Nur eine verantwortungslose und hirnrissige Ideologie kann fordern, dass eine solche Maschine nicht abgeschossen werden darf. Die Passagiere sind sowieso verloren, aber Tausende andere Menschen könnten gerettet werden. Und für Terroristen ist eine solche abstruse Einstellung geradezu eine Aufforderung, ihre Verbrechen in Deutschland durchzuführen.

Herbert Gaiser, München

Aus welcher politischen Ecke kommen die nächsten, die gerne auf dem Wagen von Herrn Schäuble und seinen Mitstreitern mitfahren wollen? Wenn es nach dem Willen einiger Politiker geht, muss man nur die Gesetze ändern, um wieder einmal eine Ermächtigung zum Handeln gegen die demokratisch-bürgerliche Gesellschaft zu erhalten. Den Richtern sind dann die Hände gebunden. In der Geschichte wiederholt sich nichts und doch kann alles wiederkommen.

Hans-Dietrich Stenzhorn,

Berlin-Kladow

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