Leserbriefe : Altersversorgung durch Aktien

„Geringe Dividende für Steinmeier / Vorschlag für Ausschüttungsstopp bei großen Unternehmen stößt nur bei den Grünen auf Gegenliebe“ von Stephan Haselberger und Carsten Brönstrup vom 26. Januar

Der Kanzlerkandidat der SPD macht den Vorschlag, dass Aktionäre in diesem Jahr auf ihre Dividende verzichten sollten, damit Arbeitsplätze erhalten respektive bezahlbar bleiben. Dass es Menschen gibt, die ihre Altersversorgung durch Dividenden finanzieren, ist dem beamteten Kandidaten sicher unerklärlich. Wer sein Leben lang gearbeitet hat – als Freiberufler – und seine Ersparnisse in Aktien anlegte, erhält keine Pension sondern muss in seinem wohlverdienten Ruhestand teilweise von den Dividenden leben. Da wir im Zeitalter der Gleichberechtigung leben, sollten also in diesem Falle alle Beamten auf ein bis zwei Monats- respektive Ruhegehälter verzichten, die Gewerkschaften für eine Gehaltskürzung anstelle von Gehaltserhöhung streiten und der Bundestag Kurzarbeit leisten, damit die Politiker sich noch andere kluge Vorschläge einfallen lassen können.

Dr. med. Georg R. Philipps,

Berlin-Grunewald

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