Leserbriefe : Am Ende zahlt der Kunde

„Gratissnacks sollen längere Zugfahrt erträglich machen / Strecke nach Hamburg mehr als ein Vierteljahr zu“

von Klaus Kurpjuweit vom 20. Februar

Das muss man sich mal vor Augen halten, durch Baupfusch müssen 250 000 Schwellen ausgetauscht werden. Der Materialfehler war schon in der DDR bekannt und trotzdem wurden die „Bröselschwellen“ verlegt. Warum hier die Prüfer so versagt haben, bleibt jedem Normaldenkenden schleierhaft. Bei solch einem Gefahrenpotenzial, wie hier bei einer Betonschwelle, müssen doch zig Prüfungszeugnisse, Druckproben und so weiter erstellt werden, ehe ein Verantwortlicher Schwellen zum Einbau freigibt.

Was hier gelaufen ist, ist Verantwortungslosigkeit ohne jegliche Grenze. Im Endeffekt wird ein Mantel des Stillschweigens darübergedeckt, und der Kunde kommt später über Fahrpreiserhöhungen dankend dafür auf. Warum hier nicht der Verursacher aufkommt – Gewährleistung und Garantie –, wird ebenfalls ein Rätsel bleiben. Vielen Dank auch, Herr Mehdorn, wenn alles repariert ist, kann man ja endlich mit dem Verkauf starten.

Thomas Hansen,

Berlin-Märkisches Viertel

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