Leserbriefe : Am Herd geblieben

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Betrifft: Interview mit Sozialministerin Ulla Schmidt vom 26. Oktober 2003

Man mag sich verwundert die Augen reiben, ob des jetzigen Aufschreis über den geplanten Ausfall von Ausbildungszeiten.

Wo war er, als 1992 und 1996 so ganz klammheimlich beträchtlich mehr Jahre ersatzlos gestrichen wurden, die mehr als 55 Euro bedeuteten und vor allem Frauen betrafen, die ohnehin nicht auf der Rentensonnenseite standen.

Gehörten diese Frauen doch zu einer Generation, die zum Teil schon eine qualifizierte, akademische Ausbildung absolviert hatte, aber nach der Geburt von Kindern „selbstverständlich“ aus dem Beruf ging.

Es war die Zeit der „Rabenmütter“, die gefälligst hinter dem Herd zu bleiben hatten. Und sie bekamen großzügigst dafür ein ganzes Jahr = 25,60 Euro pro Kind mehr Rente. Pech, wenn sie geschieden wurden, dann mussten sie diese 25,60 Euro auch mit ihrem Ex teilen.

Wer klagt für sie?

Regina von Holtum, Baden-Baden

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