Leserbriefe : Auf einem Auge blind

Betrifft Berichterstattung zum

Fall Dejagah

Brauchen wir einen Skinhead mit Ausländerbonus? Hätte Ashkan Dejagah nicht nur den deutschen Pass, sondern auch „deutsches Blut“, so hätte man ihn schnellstens rausgeschmissen. Hier wird nicht ein Auge zugedrückt, man ist auf dem einen Auge blind. Die persönliche Einladung des iranischen Präsidenten an Horst Mahler zur Holocaust-Leugnerkonferenz sollte doch jedem gezeigt haben, wie verwandt iranischer Antisemitismus und deutscher Rechtsradikalismus sind.

Rudolf Kimbel,

Berlin-Baumschulenweg

Für eigenes Fehlverhalten, sprich politische Doppelmoral, büßt wie immer ein anderer. Warum lässt Deutschland die Doppelstaatlichkeit zu, auch wenn ein Staat wie der Iran sogar seine geflohenen Bürger nicht freigibt, warum wird der Iran nicht eindeutig politisch isoliert, zur Rechenschaft gezogen, wenn er Repressalien gegen nicht geflohene Verwandte ausübt. Sein Präsident, der vorwiegend Unsinn absondert, hätte schon längst zur Persona non grata erklärt werden müssen.

Warum oktroyieren wir nicht endlich (mit politischen, wirtschaftlichen, kulturellen Sanktionen) Israel, Syrien, dem Libanon, Jordanien und den Palästinensern einen Friedensvertrag, die fünf sind aus sich heraus nicht friedensfähig, vielleicht aber gerade noch willig.

Ich weiß, das sind zu gewaltige Aufgaben, deshalb prügeln wir einen Underdog, den wir selbst erzeugt haben.

Klaus Katzur, Berlin-Zehlendorf

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben