Leserbriefe : Ausbildung muss Schule machen

„Kurz vor acht / Einmal Rektor, immer Rektor“ von Susanne Vieth-Entus vom 8. April

In allen Berufgruppen gibt es Personen, die ihren Verpflichtungen nicht gerecht werden. Das ist ein allgemeines Problem. Der Interessenverband Berliner Schulleitungen hat die wissenschaftliche Forschung zur Qualität von Schulleitungshandeln beachtet und mit anderen Schulleiterverbänden in den Bundesländern ein Berufsbild für Schulleiter entwickelt, das seinen Niederschlag in den modernen Schulgesetzen gefunden hat. Die Verbände haben nicht nur die Aus- und Fortbildung von Schulleitern gefordert, sondern auch in eigenen Angeboten umgesetzt. Wesentlicher Bestandteil dieser Forderungen ist die Qualifizierung von Schulleitern vor Amtsantritt – aber auch berufsbegleitend. So bietet der IBS seit 25 Jahren und intensiviert seit 1997 Schulleiter-Fortbildung an. Ein Blick in das Verzeichnis lässt erkennen, dass das Angebot von hoher Qualität getragen ist. Der zuständigen Senatsverwaltung ist ein solches Angebot bisher nicht gelungen, obwohl die Anforderungen an die Schulleitungen deutlich gestiegen sind.

Übrigens: Das Problem der Eignung kann sich nicht nur auf die Schulleitungen beziehen. Mangelnde berufliche Qualifikation kann man auch bei Lehrkräften und Schulräten feststellen, ohne dass wirkungsvoll Abhilfe geschaffen werden kann.

Weiterhin ist festzuhalten: Schulleitern wird das Amt durch völlig unzureichende Voraussetzungen auch zukünftig schwer gemacht. Mangelnde Leitungszeit, unzureichend ausgebildete Mitarbeiter in der Verwaltung der Schulen, Kürzung der Arbeitszeit der Schulsekretärinnen, Änderung der Arbeitszeit der Schulhausmeister. Die Liste kann verlängert werden.

Heinz Winkler, Vorsitzender Interessenverband Berliner Schulleitungen e. V., Berlin-Kreuzberg

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