Leserbriefe : Bayerischer Rundfunk lässt sich kaum helfen

-

„Verhängnisvolle Verflechtungen“ vom 21. August 2005

Die Behauptungen Ihres Autors, der Bayerische Rundfunk verteidige den Verkauf von Sendezeit, ist unzutreffend und völlig aus der Luft gegriffen. Ebenso falsch ist die Unterstellung, der BR benötige für die Übertragung von Sportereignissen so genannte „Produktionshilfen“. Leider hat Ihr Autor die Mühe gescheut, den BR in dieser Frage zu kontaktieren.

In anderem Zusammenhang hatte unser Haus lediglich mitgeteilt, dass in der Vergangenheit in sehr geringem Umfang Produktionshilfen in Anspruch genommen wurden. Drei konkrete Beispiele: Bei den BMWOpen hat der Veranstalter dem Bayerischen Rundfunk in den Jahren 2002 bis 2004 kostenlos Strom, Telefon und EDV überlassen. Bei der Bayern-Rundfahrt stellte der Veranstalter der Presse ein Motorrad zur Verfügung, von dem aus auch Kameraleute des BR Filmaufnahmen gemacht haben. Bei den Wildwasser-Kanuwettbewerben in Augsburg übernahm der BR vom Veranstalter nicht nur das Zeitnahme-Signal, sondern auch die nötige Bildgrafik. Außerdem organisierte der Veranstalter für den BR die Bewachung des Produktionsbereiches. Im Sinne einer sparsamen Gebührenverwendung ist es sicher nicht verwerflich, solche kleineren Hilfestellungen in Anspruch zu nehmen, so lange darunter nicht die journalistische Unabhängigkeit leidet oder anderweitige Interessenkonflikte auftreten. Dies war beim Bayrischen Rundfunk immer gewährleistet.

Regine Fenn, stellvertretende Pressesprecherin, Bayerischer Rundfunk

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben