Leserbriefe : Berlin braucht (k)einen Checkpoint Charlie

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„Die Kreuze müssen fallen“

vom 30. Juni 2005

Gerade habe ich eine Woche BerlinAufenthalt genossen. Das letzte Mal war ich vor drei Jahren dort und fand eine Stadt voller Baulücken und Kräne. Ich muss sagen: In der Stadt ist viel passiert. Habe Berlin nach Möglichkeit zu Fuß erkundet und so habe ich mir auch das Holocaust-Denkmal angesehen. Es ist schon ein imposantes Gebilde. Natürlich führte mich mein Weg auch zum Checkpoint Charlie. Ich muss sagen, die Initiative von Frau Hildebrandt hat mich sehr beeindruckt und ich kann es gar nicht gutheißen, dass dieses Mahnmal im Gedenken an die an der Mauer umgekommenen Menschen wieder abgebaut werden soll. Auch dies ist Geschichte – deutsche Geschichte. Die Geschichte eines zweigeteilten Deutschlands. Deshalb bin ich der Meinung, dass diese Gedenkstätte genau dort am Checkpoint Charlie bleiben sollte, da sie auch gut zur Thematik des Museums passt.

Monika Hoffmann, Siegburg/Bonn

„Mauerkreuze: Erneute juristische Niederlage für Hildebrandt“ vom 1. Juli 2005

Es ist höchste Zeit, den langanhaltenden Streit am Checkpoint Charlie zu beenden und das Mauer-Mahnmal als ein befristetes Spektakel abzureißen. Frau Alexandra Hildebrandt nutzt ihr „Kunstprojekt“, um mit den Gefühlen der Menschen und der Angehörigen von Opfern in aller Öffentlichkeit zu spielen und lässt nichts unversucht, eine kommerzielle Aufmerksamkeit zu erreichen. Frau Hildebrandt will scheinbar nicht erkennen, dass sie mit ihrer Interpretation der Zeitgeschichte und der Geschichte ihrer Menschen nachhaltig die Alliierten und deren Beschlüsse diskreditiert. Rainer Hildebrandt hätte diesen Aktionen niemals zugestimmt. Er war ein Mann der leisen Töne und wollte nur eins, die Einheit der Menschen in Ost und West. Nicht jedes Mittel war ihm recht. Berlin braucht keinen privaten theatralischen Checkpoint Charlie.

Heidemarie F. C. Grünheid,

Berlin-Malchow

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