Leserbriefe : Berlin kann sich viele ICE-Bahnhöfe leisten

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„Es kracht zwischen Bahn und Senat“ vom 2. Juni und „Bahn möchte auch Ostbahnhof vom ICEVerkehr abkoppeln“

vom 1. Juni 2005

Mit Verärgerung habe ich von den Plänen gelesen, dass Züge aus dem Westen den Ostbahnhof nicht mehr oder nur im Ausnahmefall anfahren werden. Davon abgesehen, dass ich mich frage, was aus den Geschäftsleuten im Ostbahnhof wird, denke ich, dass die Bahn zuerst an den Service für ihre eigenen Kunden denken soll. Meiner Beobachtung nach ist es eine relativ große Kundenzahl, die montagmorgens in den Zug gen Hannover steigt. Die Wolfsburger Pendler nutzen den Zug zum Teil sogar täglich!

Wenn dann zusätzlich bekannt wird, dass die kostenlose Sitzplatzreservierung – trotz überbuchter Pendler-Züge – gestrichen wird, stößt es auf, dass der Service auch an anderer Stelle reduziert wird. Eine Drei-Millionen-Stadt sollte sich meiner Meinung mehr als einen Haltepunkt leisten können. Hamburg besitzt mit HH-Harburg, -Hbf und -Dammtor gleich drei ICE-Haltepunkte.

Und gerade gegenüber dem Ostteil der Stadt sollte es doch eigentlich Ziel sein, die wirtschaftliche Entwicklung durch eine gute Infrastruktur zu fördern. Erwartet die Bahn durch die geplante Anschütz-Arena keine Steigerung des Fernverkehrsaufkommens am Ostbahnhof?

Percy Scheller, Hannover

„Bahnhof Zoo liegt nicht am Abstellgleis“ vom 22. Mai 2005

Was es heißt, im Kopf und am Körper beweglich zu sein, kann nun auch Herr Scholz aus Pankow beweisen. Auf seinen hämischen Leserbrief über die Situation der City West und den Bahnhof Zoo hat Herr Mehdorn ganz schnell die passende Antwort – nämlich ebenfalls die Abkoppelung des Ostbahnhofs vom Fernverkehr vorzunehmen – gefunden.

Alle, die jetzt um ihren lieben Ostbahnhof aufschreien (ein heruntergekommener und ungemütlicher Bahnhof), sollten zur Kenntnis nehmen, dass Milliarden Euro in neue Schienenverkehrswege in Berlin investiert worden sind, deren zentraler Punkt der neue Hauptbahnhof ist. Dieser liegt nun mal weiter westlich und der Ostbahnhof etwas abseits davon. So schnell ändern sich die Zeiten.

Helmut Weber, Berlin-Mitte

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