Leserbriefe : Berliner Bahnen I

„In der S-Bahn ist nicht mal ein Stehplatz garantiert / Wegen Fahrzeugmangels wird es in den Zügen immer enger. Bei großem Andrang bleiben Kunden nun sogar auf dem Bahnsteig zurück“ von Klaus Kurpjuweit

vom 2. Juni

Hier wird anschaulich, das die S-Bahn leider immer noch nicht eine moderne Dienstleistungsgesellschaft und auf den Wettbewerb unzureichend vorbereitet ist. Es ist nicht nur die Reparaturanfälligkeit der Wagen, die nachdenklich macht, vielmehr ist die Aussage erschreckend, dass die S-Bahn vorerst nicht mehr in den Wagenpark investieren möchte, weil sie nicht sicher sei, ob sie nach 2017 weiterhin die Berliner S-Bahn-Strecken wegen der notwendigen Ausschreibung betreiben darf. Ein Unternehmen, das Gewinne macht, aber nicht investitionsfreudig ist, wird kaum im Wettbewerb bestehen. Angesichts in Kürze zu erwartender Preiserhöhungen hat der S-Bahnkunde wieder das Nachsehen. Von einem modernen ÖNPV könnte mehr zu erwarten sein. Will die S-Bahn mit solchen Aussagen die Politik unter Druck setrzen, um eine bevorzugte Behandlung im Wettbewerbsverfahren zu erhalten? Dann wäre eine Klarstellung seitens der Berliner Politik wünschenswert.

Hans-Wilhelm Groscurth,

Berlin-Charlottenburg

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