Leserbriefe : Berlins Museen beweisen Desinteresse

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„Verwirrung kostenlos“ vom 30. Juni und „Die unberechenbare MoMASchlange“ vom 16. Juli 2004

Dass die Stiftung Preußischer Kulturbesitz nicht weiß, wie viele Jahreskarten sie verkauft hat, ist ein Mangel. Sie hätte darüber Klarheit haben sollen, ehe sie die Karten für nicht mehr übertragbar erklärte. Ich zum Beispiel habe mit meiner alten Karte für die MoMA zehn Eintritte gekauft, vier für mich selber und sechs für Freunde, die sich niemals stundenlang hätten anstellen können. Diese Aktion wird nicht zum Nachteil für MoMA gewesen sein. Das Desinteresse, das die Stiftung in Sachen Werbung an den Tag legt, ist erstaunlich und vom Standpunkt des Steuerzahlers aus unverzeihlich. Nach vielem Drängeln wurde mit halber Kraft ein Finger für die Gemäldesammlung am Kulturforum gerührt. Wie wirksam, wird man sehen, wenn MoMA schließt und die Gemäldegalerie wieder im Dornröschenschlaf versinkt.

Ruth Nube, Berlin-Charlottenburg

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