Leserbriefe : Bitte aufwachen

„Schlechte Auslese / Iglu zeigt: Berlins

Jugend wird schon in der Grundschule um ihre Zukunft gebracht“ von S. Vieth-Entus

vom 10. Dezember

Danke für diese klare Stellungnahme! Ich stimme Ihnen zu: Die Politiker tun nichts – stimmt aber nicht ganz: Es wurde eine Unzahl von „Maßnahmen“ ergriffen, aber immer unter dem Vorbehalt der „Kostenneutralität“, die devot gegenüber dem Finanzsenator auch ausdrücklich in den Schriftstücken zu diesen Maßnahmen vermerkt wird!

Warum kann einem Berliner Bildungssenator nicht einmal „der Kragen platzen“, indem er deutlich zum Ausdruck bringt und auch begründet, dass „kostenneutrale“ Maßnahmen nicht „zielführend“ sind, wie es so schön heißt. Sie nennen schlichte Forderungen, die aber den Kern des Problems treffen: … dass alle Kinder einen Ganztagsplatz in der Kita bekommen … Sozialpädagogen ... Lehrer-Assistenten … kleine Klassen … in den Ferien gefördert werden. Dies alles sind „kostenpositive“ Maßnahmen, die von der Bildungsverwaltung erst gar nicht in Erwägung gezogen werden. Eine Verwaltung, die sich so devot, fantasielos und visionslos dem Diktat eines Finanzsenators unterordnet, wird niemals die wahren Probleme der Berliner Schulen lösen können.

Migrantenkinder sind Kinder! Diese müssen sich nicht der Schule anpassen, sondern die Schule den Kindern! Diese Intention wird von der Bildungsverwaltung lauthals verkündet: Individualisierung des Lernens, die Schule hat sich den Lernvoraussetzungen der Kinder anzupassen und nicht umgekehrt … – wie richtig! Dies kann aber nur gelingen, wenn die Voraussetzungen vorhanden sind. Kleine Kinder brauchen kleine Klassen!

Seit über zehn Jahren nun wird in Deutschland am Bildungssystem nur gespart trotz aller anderen Beteuerungen – die Folgen sind sichtbar.

Liebes Volk: Werde endlich wach!

Alexander Bungard, Berlin-Schöneberg

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