Leserbriefe : Bitte richtig rechnen

Zur Diskussion um einen Abriss des ICC

Entweder es sind, was die Kostenangaben in Sachen ICC-Zukunft betrifft, nur Dilettanten am Werk, oder die allgemeine Volksverdummung durch Schönrechnerei soll weiter betrieben werden

Die Errichtung des ICC hat seinerzeit (1975–1979) an Baukosten schon weit über eine Milliarde DM gekostet, wie soll man dann heute ein vergleichbares Objekt für 250 Millionen Euro erstellen können? Beim Abriss kämen dann noch die Kosten fürs ICC und die Deutschlandhalle hinzu, die wahrscheinlich an einen dreistelligen Millionenbereich heranreichen. Es müsste nämlich erst ein „neues ICC“ errichtet werden, bevor das alte verschwindet. Der Kongressstandort Berlin wäre ansonsten für mehrere Jahre nicht mehr existent.

Abgesehen davon, dass sowohl das ICC wie auch die Deutschlandhalle als Baudenkmäler eingestuft sind, ist hier nur eine sinnvolle Sanierung, die der Betreiber in den vergangenen Jahren hätte durchführen können, sinnvoll. Diese würde ja, wie man uns jetzt darstellt mit 300 Millionen Euro nur ein Viertel der Neubaukosten ausmachen.

Die jetzt vonseiten der Abrissbefürworter hochgespielte Asbestbelastung ist nur ein Vorwand. Als es noch um den Abriss des Palastes der Republik ging wurde uns erzählt, dass dort die Asbestbelastung äußerst gefährlich sei, im ICC dagegen seien alle schädlichen Fasern gebunden und somit bestünde keine Gefahr für Mensch und Umwelt.

Bernd Packebusch, Berlin-Wilmersdorf

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben