Leserbriefe : Bundespräsidenten direkt wählen

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Betrifft: „FDP rechnet nicht mehr mit Schäuble“ vom 2. März und „Köhler als Präsident – und als Signal“ vom 5. März 2004

Das unsägliche und überaus peinliche ParteienGerangel um das Amt des nächsten Bundespräsidenten hat dasselbe in einer Weise beschädigt, dass es eigentlich nur noch zwei Alternativen gibt:

1. Herr Köhler, der offenbar amtsmüde ist, könnte als ausgewiesener Wirtschafts- und Finanzfachmann die Leitung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg übernehmen (damit auch im Sinne von Herrn Schröder).

Für das Amt des Bundespräsidenten gäbe es dann zwei andere interessante Kandidaten:

a. Cem Özdemir von den Grünen. Das wäre sicherlich ein Ausgleich für die bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag verschobene Aufnahme der Türkei in die EU (und damit auch im Sinne von Frau Merkel).

b. Ein anderer Kandidat wäre Roland Barnabas Schill. Da das Amt des Bundespräsidenten – nicht zuletzt dank des in der Tat unsäglichen Herrn Westerwelle – schier irreparabel beschädigt zu sein scheint, wäre Schill vielleicht ein angemessener Kandidat. Ein politisch Schwerbeschädigter in einem politisch schwer beschädigten Amt – da kann eigentlich alles nur noch besser werden!

Der Einzige, der einem in diesem Ekel erregenden Polit-Karussell Leid tun kann, ist Wolfgang Schäuble.

2. Man schafft das Amt des Bundespräsidenten ab und erfindet einen neuen „Alten Kaiser Wilhelm“ als Galionsfigur für diesen hilflosen Staat! Den aber dann, bitte schön, direkt gewählt!

Peter Schmidt, Berlin-Charlottenburg

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