Leserbriefe : BVG-Kunden bleiben auf der Strecke

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„Fahrgäste zeigten Fahrern den Weg“ vom 14. Dezember 2004

Als ich Ihren Artikel über das neue BVGKonzept las und darin den Satz fand „Viele Schüler seien von den Änderungen überrascht worden, weil sie sich nicht informiert hätten“, fragte ich mich doch, wie Sie auf die Idee kamen, dass Schüler sich nicht genügend informiert hätten. Ich selber bin Schülerin und muss morgens mit dem Bus zur Schule fahren. Auch ich wurde von völlig neuen Fahrzeiten überrascht, da an den Bushaltestellen kein Vermerk über veränderte Busfahrzeiten gemacht worden war. Dies, finde ich, ist die Basis für alle Schüler, da man ja nicht erraten kann, dass sich ausgerechnet auf der eigenen Strecke zu seinem Nachteil etwas verändert!!!

Hätte an den betroffenen Bushaltestellen ein rotes Schild mit: „Achtung Fahrzeiten ändern sich“ gehangen, so könnte auch behauptet werden, dass sich die Schüler nicht genügend informiert haben. Sonst aber nicht!

Sara-Lea Kwee, Berlin-Wilmersdorf

Das neue BVG-Konzept führt dazu, dass der Flughafen Tempelhof nicht mehr angefahren wird. Durch die Verkürzung der Linie 119 (jetzt M19) und den Wegfall der Linie 341 fehlen am Flughafen zwei wichtige Verbindungen. Gerade für auswärtige Gäste waren die beiden Linien eine schnelle, bequeme und vor allen Dingen einfache Verbindung in die City-West bzw. zum Potsdamer Platz. Diese Bereiche sind jetzt nur noch mit mehrmaligem Umsteigen zu erreichen, was ohne Kenntnisse des Berliner ÖPNV schwierig ist.

Den Flughafen zu schließen, dazu war die Politik nicht in der Lage. Viel einfacher ist es anscheinend, die attraktiven Busverbindungen zu kappen. Begründet wird dies mit der angeblich fehlenden Auslastung, über die ich als regelmäßiger Nutzer der beiden Linien nur lachen kann. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Andreas Lentz, Berlin-Tempelhof

Die Informationen der BVG zu dem neuen Streckennetz sind einfach katastrophal spät gekommen. Die Zeitschrift „plus Extra“ kam vier Tage vor Änderung der Fahrplanes, und auch noch in zu geringer Anzahl. Spätestens Anfang Dezember hätte die BVG auf allen Weihnachtsmärkten und an allen Verkehrsknotenpunkten, an denen mindestens drei Linien aufeinander treffen, Informationsstände haben müssen. Die auf der Straße hätten mindestens Montag bis Sonnabend stehen müssen. Aber bekommen hat man fast nichts. Im Humboldt-Krankenhaus z. B. wurden für die Besucher, Patienten und das Personal überhaupt keine Informationen ausgelegt, obwohl sich dort die Anbindung teilweise stark verschlechtert hat.

Hanjörg Resa, Berlin-Lichterfelde

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