Leserbriefe : City-Maut ist zu aufwändig

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„Lkw fahren im Wohngebiet statt auf der Autobahn“ vom 13. April 2005

Die Einführung einer CityMaut wäre eine Lösung, und sicherlich grundsätzlich keine falsche.

Aber: Ist es nicht einfach Unsinn, dass auch noch auf den letzten Autobahn-Kilometern in der Stadt die Maut erhoben wird? Was ist das für ein gewaltiger administrativer Aufwand!

Zum Beispiel:

Für die Strecke Filandastraße bis Wolfensteindamm in Steglitz werden Mautgebühren für 0,9 km fällig, circa 12 ct.

Bei vielleicht zehn schweren Lkw je Stunde, die tagsüber (12 Stunden) auf dieser Strecke fahren mögen und die jetzt über die Schloßstraße fahren, wären das Einnahmen von ca. 3000 Euro im Jahr. Da hätte sich das Aufstellen der Mautbrücken an dieser Auffahrt richtig gelohnt.

Also: Statt City-Maut, deren Einführung Jahre dauern wird, muss die Sofortmaßnahme in der Überprüfung der Mauttabelle liegen (die Liste der mautpflichtigen Straßen). Das, was dem Steuerzahler bei einer Befreiung z.B. der A100 und angrenzender Strecken entgeht, ist gegenzurechnen gegen die Belastung der Stadt mit zusätzlichen Lkw.

Die längerfristige Lösung kann dann ja City-Maut heißen, aber ob die durchsetzbar sein wird?

Peter Franke, Unternehmensberater Logistik, Berlin-Steglitz

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