Leserbriefe : Da geht uns ein Licht aus

„Umrüstung von Gaslaternen verzögert sich“ vom 20. November

Ich hoffe, dass unsere Gaslaternen auch in Zukunft weiter mit ihrem klaren goldgelben Licht leuchten werden, und zwar auch die Reihenleuchten an den „Peitschenmasten“, denn mit der Gasbeleuchtung würde ein Wahrzeichen Berlins, ein unverwechselbares Stück Alltagskultur, zerstört. Ein paar elektrifizierte Schinkelleuchten, wie sie mittlerweile auf jedem zweiten Kleinstadtmarktplatz und in jedem dritten Schrebergarten stehen, könnten diesen Verlust keinesfalls ersetzen. Ich jedenfalls möchte nicht in einer glatt gebügelten Nullachtfünfzehn-Stadt leben, sondern in einer, die ihre Besonderheiten bewahrt.

Niemand weiß, wie sich das Verhältnis von Strom- und Gaspreis in Zukunft entwickeln wird; in jedem Fall aber sinkt mit jeder beseitigen Gaslaterne – ganz im Sinne der Gaslichtgegner! – die Wirtschaftlichkeit der verbliebenen.

Christian W. Sperling, Berlin-Tegel

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