Leserbriefe : Das ist kein Quatsch

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Betrifft: „Hartz – die Union will ,voll reinschlagen’“ vom 12. August 2002

Kein Mensch – auch nicht die Urheber der Hartz-Vorschläge zur Senkung der Arbeitslosigkeit – hat diese als der Weisheit letzten Schluss angesehen. Eine Binsenweisheit ist es, dass an jedem Vorschlag dieser Art etwas Gutes und Diskussionswürdiges ist. Das gilt offenbar nicht für die Opposition, allen voran der CDU/CSU-Kanzlerkandidat Stoiber, der das gesamte Vorschlagspaket ohne genaue Prüfung als Quatsch abgetan hat.

Nein, Herr Stoiber, so leicht kann man es sich nicht machen. Es ist schon für das Wahlvolk frustrierend, wenn es immer wieder feststellen muss, dass Ideen des jeweiligen politischen Gegners grundsätzlich abgelehnt werden, ohne ihnen auch nur die geringste Aufmerksamkeit zu schenken. Das gilt für alle Parteien, denn im Vordergrund steht nur der angestrebte Wahlerfolg. Ich würde mir wie viele Bürgerinnen und Bürger dieses Landes wünschen, dass wenigstens ein Minimalkonsens aller demokratischen Parteien zustande kommt, der angesichts der katastrophalen Lage auf unserem Arbeitsmarkt unerlässlich ist. Kleinkarierte Sicht der Parteiinteressen hilft hier bestimmt nicht weiter und vergrößert nur die ohnehin schon nicht kleine Schar der Nichtwähler.

Karl-Heinz Tessendorf, Berlin-Steglitz

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