Leserbriefe : Das Publikum berühren

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Zur Berichterstattung über

den Deutschen Filmpreis

Verfolgt man in der Presse die Diskussionen der letzten Wochen bezüglich der Verleihung des Deutschen Filmpreises, hat man den Eindruck, die deutsche Filmakademie sei ein manipulierbares und zu manipulierendes amorphes Wesen, das völlig orientierungslos zwischen dem Mainstream und dem von Ihnen tapfer geleisteten feuilletonistischen „Gegendruck“ hin- und hergerissen wird. Tatsächlich aber besteht die Filmakademie aus 900 höchst individuellen, fachlich versierten Köpfen , die alle nur ein Ziel haben: herauszufinden, was ein guter Film ist, ihn zu machen und das Publikum damit zu berühren.

Die Filmkritik kann dazu einen wertvollen Beitrag leisten, indem sie den Horizont der Betrachtung erweitert. Gegen Manipulationsversuche allerdings – egal von welcher Seite – wehren wir uns entschieden. Das kostet Energie, die bei den Filmen besser aufgehoben ist. Lassen Sie uns lieber gemeinsam in das nächste Filmjahr gehen: sachlich, unpolemisch und trotzdem leidenschaftlich.

Petra Zieser und Hans-Werner Meyer, Deutsche Filmakademie/

Sektion Schauspiel, Berlin

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