Leserbriefe : Den Elternführerschein einführen

Zum Interview mit Familienministerin

Ursula von der Leyen vom 8. November

Ich freue mich über die Ankündigung der Zahlung von Betreuungsgeld. Ich betrachte das als eine kleine Anerkennung für Eltern, die die Mühe auf sich nehmen und für ihr Kind 24 Stunden des Tages da sind. Sie ersparen dem Kind die traumatisierende Trennung und ermöglichen ihm damit die besten Entwicklungschancen – wenn sie sich liebevoll um ihr Kind kümmern.

Die Sprache lernt ein Kind nämlich nicht von einem Gleichaltrigen, sondern von einem einzelnen Erwachsenen, der es anschaut, ermutigt und ständig mit ihm spricht. Das ist in einer Krippe nicht möglich. Wir sehen das an den erheblichen Sprachdefiziten auch unserer deutschen Kinder. Die Sprache lernt man auch nicht vom Fernseher.

Ich finde es schändlich, dass nun alle Eltern abqualifiziert werden, um damit zu begründen, dass das Betreuungsgeld nicht sinnvoll ist.Viele Eltern stellen eigene Wünsche zurück, um ihrem Kind die Krippe zu ersparen.

Ich sehe das Problem der vielen unqualifizierten und Leistung verweigernden jungen Menschen. Dieses ist nur über eine Qualifizierung und Kontrolle von Eltern zu beheben. Wir haben leider bereits Eltern, die aus eigenem Erleben keine individuelle liebevolle Versorgung mehr kennen. Wie sollen sie dieses dann an eigene Kinder weitergeben können?

Um ein Auto lenken zu dürfen muss man eine Fahrschule besuchen und eine Prüfung bestehen. Und wie ist das mit den viel störanfälligeren kleinen Menschen? Wir brauchen Elternschulen, regelmäßige verpflichtende Entwicklungsstandsfeststellungen und ein höheres Betreuungsgeld, was auch aberkannt werden kann.

Heide Wolffgramm, Rangsdorf

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben