Leserbriefe : Der Kanzler muss Bushs Politik hinterfragen

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Betrifft: „Schröders Frieden“ im Tagesspiegel vom 19. September 2002

Sie haben offenbar nicht beachtet, dass der Kanzler die uneingeschränkte Solidarität mit Amerika im Kampf gegen den Terrorismus versprochen hat und nicht einen Blankoscheck für alle erdenklichen Aktionen des amerikanischen Präsidenten.

Bush untergräbt sein eigenes Bündnis gegen den Terrorismus, wenn die USA den Irak angreifen – da würde sich doch jeder, der ihn bei dieser Irrmeinung unterstützt, unglaubwürdig und als Freund wertlos machen.

Bush zerstört seine eigenen Pläne, das ist schlimm genug - sollen wir das blind mitmachen? Oder lieber die Frage stellen: Haben nicht auch andere Länder Diktatoren und/oder Atom- bzw. biologische Waffen, und was passiert nach einem Angriff mit der Region und dem Bündnis gegen den Terrorismus? Wir Deutschen haben eine historische Schuld im Nicht-Hinterfragen von politischen Aktionen. Gut, dass der Kanzler beweist, dass wir daraus gelernt haben.

Und dass Müntefering der unseligste Helfer des Kanzlers sein soll, wird das Wahlergebnis am Sonntag hoffentlich widerlegen.

Laura Schnee, Berlin-Prenzlauer Berg

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